Start-ups: Proptechs sammeln weniger Kapital ein, Zahl der Gründungen steigt
Düsseldorf. Gut eine Milliarde Euro Wagniskapital ist 2024 in deutsche Proptechs geflossen – das ist erstmals ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, zeigt der Proptech Report des Innovationsnetzwerks Blackprint. 2023 hatten die Start-ups aus der Bau- und Immobilienbranche noch einen Rekordwert von 1,12 Milliarden Euro eingesammelt, 2024 waren es neun Prozent weniger. Der mit Abstand größte Teil des Kapitals, 826 Millionen Euro, floss in junge Firmen, die sich auf Energieeffizienz von Gebäuden spezialisiert haben.
Einen Spitzenwert gibt es bei der Zahl der Unternehmen: 1264 aktive Proptechs meldet der Report für 2024. Das sind 41 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zu dieser positiven Entwicklung tragen unter anderem viele Neugründungen bei. 196 Firmen starteten im vergangenen Jahr, wiederum die meisten im Bereich Energieeffizienz. Nur 2021 kamen laut Blackprint mehr Firmen auf den Markt (216).
Zudem meldeten im vergangenen Jahr gut ein Fünftel weniger Proptechs Insolvenz an als 2023. Ein weiterer Punkt erklärt laut Blackprint das deutliche Plus bei den jungen Firmen: Start-ups aus der Energieeffizienz-Sparte würden zunehmend auch Immobilienbestandshalter als Zielkunden ausmachen und somit den Weg in die Bau- und Immobilienbranche finden.