Börse: Stehen China-Aktien vor einem Comeback?
Es ist ein bemerkenswerter Research-Bericht, das zeigt schon der Titel. „China eats the world" hat Peter Milliken, Analyst bei der Deutschen Bank, über seine neue Studie zum chinesischen Aktienmarkt geschrieben. Das ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, sondern eine Anlehnung an eine legendäre Studie des prominenten US-Investors Marc Andreessen aus dem Jahr 2011, die den Titel „Software is eating the world" trug.
Ähnlich wie Andreessen damals den Siegeszug der digitalen Wirtschaft voraussagte, prognostiziert Milliken nun den unaufhaltsamen ökonomischen Aufstieg Chinas – und auch für diese These nutzt er Andreessen als Referenz.
Ende Januar sorgte das chinesische Start-up Deepseek für einen Schock an den globalen Börsen, weil es zeigte, dass man das Boomthema KI ganz anders und deutlich effizienter als die US-Tech-Riesen angehen kann. Für Andreessen ist das Ganze nichts weniger als der „Sputnik-Moment der KI". Auch Milliken sieht hier ein Sputnik-Ereignis, allerdings nicht für die KI-Branche, sondern für China.