Steuererklärung 2024: So wählen Ehepaare ihre Steuerklassen optimal
Frankfurt. Heiraten, weil das Steuern spart? Wie unromantisch. Und dennoch Fakt: Wenn Ehepartner eine gemeinsame Steuererklärung erstellen, nutzen sie das sogenannte Ehegattensplitting und zahlen weniger Steuern als einzeln. Rechnet man die dadurch erzielten Einsparungen aller verheirateten Steuerzahler in Deutschland zusammen, ergibt dies 25 Milliarden Euro.
Ob beide Partner gleichermaßen von dem Steuerrabatt profitieren, hängt jedoch maßgeblich von den Steuerklassen ab, die sie jeweils wählen. Bei der weit verbreiteten Kombination der Klassen III (für den Besserverdiener) und V (für den Geringverdiener) trägt letzterer einen überproportionalen Anteil der Steuerlast.
Mehrfach gab es bereits Vorstöße der politischen Parteien, das Ehegattensplitting zu reformieren. Ob die neue Regierung sie aufgreifen wird, ist offen. Bis dahin können Paare selbst den Splitting-Vorteil gerechter gestalten. Dafür wechseln sie beide in die Steuerklasse „IV mit Faktor“. Das Handelsblatt erklärt, welche Details sie dabei und bei anderen Modellen der gemeinsamen Veranlagung beachten müssen.