Privatfeier: CDU wirft Bundeskanzler Olaf Scholz Rassismus vor
Berlin. Die CDU erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Dieser soll den Kultursenator von Berlin, Joe Chialo (CDU), auf einer privaten Geburtstagsfeier als „Hofnarren“ bezeichnet haben. Die Union wirft Scholz vor, Chialo damit rassistisch beleidigt zu haben.
Scholz räumte in einer Stellungnahme ein, den Begriff auf der Feier am 2. Februar im Berlin Capital Club verwendet zu haben, weist den Vorwurf des Rassismus aber von sich. Dieser sei „absurd und künstlich konstruiert“, schreibt Scholz in seiner Erklärung. „Niemals“, ergänzte der Kanzler im Gespräch mit dem „Spiegel“, habe er zudem die „Hofnarr“-Äußerung in Zusammenhang mit Chialos Hautfarbe gebracht. Er habe „sofort“ nach Bekanntwerden der Vorwürfe den Kontakt zu dem CDU-Politiker gesucht, sagte Scholz. Am Abend telefonierten der SPD-Politiker und Chialo nach Angaben aus dem Umfeld Scholz. Einzelheiten wurden nicht bekannt.
Gegen die Berichterstattung im „Focus“ hat die SPD presserechtliche Schritte eingeleitet. Scholz sagte: „Diejenigen, die was Falsches behaupten, indem sie Worte irgendwie ein bisschen zusammenstellen, die müssen damit rechnen, dass sie vor Gericht gehen.“