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SchwedenWieder Schaden an Ostsee-Kabel – Verdacht auf Sabotage

Immer wieder kommt es in der Ostsee zu Schäden an Unterseekabeln. In Schweden wird nun ein weiterer Vorfall untersucht. Der Verdacht der Sabotage steht im Raum. 21.02.2025 - 13:54 Uhr aktualisiert Artikel anhören
In der Ostsee wurden zuletzt immer wieder Kabel beschädigt. Foto: Mikkel Berg Pedersen/Ritzau Scan

Stockholm. Nach der Entdeckung neuer Schäden an einem Datenkabel in der Ostsee hat die schwedische Polizei erneut Ermittlungen wegen möglicher Sabotage aufgenommen. Das Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet, um der Polizei die notwendigen Befugnisse zur Aufklärung zu verschaffen, wie die Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Einzelheiten könne man noch nicht nennen.

Zuvor hatte die schwedische Küstenwache bestätigt, dass man dem Verdacht eines neuen Kabelbruchs auf dem Grund der Ostsee nachgehe. Er soll in der ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens nahe der Insel Gotland aufgetreten sein und ein Kabel zwischen Finnland und Deutschland betreffen. 

Dabei handelt es sich erneut um das Datenkabel C-Lion1, das zwischen Helsinki und Rostock verläuft und bereits bei zwei separaten Vorfällen Ende 2024 beschädigt worden war. An dem Seekabel seien kleinere Schäden festgestellt worden, teilte der Betreiber Cinia mit. Die Funktionsfähigkeit der über das Kabel laufenden Kommunikationsverbindungen sei dadurch aber nicht beeinträchtigt. Der Datenverkehr laufe normal.

In den vergangenen Monaten sind immer wieder Beschädigungen an Kommunikationskabeln und Stromleitungen in der Ostsee aufgetreten. In mehreren der Fälle wurde wegen möglicher Sabotage ermittelt.

Die Ursache für die Schäden ist weiterhin unklar, doch es steht der Verdacht im Raum, dass vorbeifahrende Schiffe sie – vorsätzlich oder unabsichtlich – mit ihren Ankern beschädigt haben. Verdächtige Schiffe wurden im Zuge der Ermittlungen immer wieder tagelang festgehalten, dann aber wieder freigegeben.

EU will mit neuem Sicherheitsplan Untersee-Kabel stärker schützen

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Die EU-Kommission hat nun am Freitag einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem sie die Überwachung von Unterwasserkabeln verstärken will. Der Plan sieht unter anderem eine Reparatur-Flotte für Notfälle, Überwachungsdrohnen und einen verstärkten Datenaustausch vor.

„Wir wollen sicherstellen, dass Europa nicht nur in der Lage ist, Sabotageakte an Kabeln zu verhindern und zu erkennen, sondern auch aktiv Bedrohungen für kritische Infrastrukturen, die für unsere Wirtschaft und kollektive Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind, abzuschrecken, Schäden zu reparieren und darauf zu reagieren“, sagte die für Sicherheit zuständige Vizekommissionspräsidentin, Henna Virkkunen.

rtr
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