Polestar 4 im Test: Chinesisch-schwedische Alternative für Tesla-Fahrer
Düsseldorf. Für Polestar ist die Krise der anderen eine Chance. Während Elon Musk seine Kundschaft mit politischem Getöse nachhaltig verstört, machte Polestar den Tesla-Fahrern zuletzt ein Angebot: 5000 Dollar Extrarabatt bot die Marke allen Käufern an, die ihr Model 3 oder Model Y gegen einen Polestar tauschen – zusätzlich zu allen anderen Rabatten.
Der deutsche Polestar-Chef Michael Lohscheller, einst auch Opel-Chef, schoss dazu noch öffentlich gegen Musk. „Völlig inakzeptabel“ sei dessen Unterstützung für rechte Parteien. Hinter all dem Furor dürfte aber auch ein wenig Kalkül stecken. Denn Polestar braucht neue Kunden.
Bislang hinkt die Marke den eigenen Erwartungen hinterher. In Deutschland konnte Polestar im ganzen Jahr 2024 gerade einmal 3181 Autos absetzen, nicht mal zehn pro Tag. Im Jahr zuvor waren es noch doppelt so viele, dabei hatte Polestar damals eigentlich nur ein Modell, dem Polestar 2. Der sportliche Polestar 1 – das erste Modell, das noch nahezu in Handarbeit gebaut wurde – war auf 1500 Exemplare limitiert und da wie geplant schon wieder Geschichte.