1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Tarife: Bundesweiter Warnstreik: Tausende Azubis legen Arbeit nieder

TarifeBundesweiter Warnstreik: Tausende Azubis legen Arbeit nieder

Seit Wochen bleiben die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst ohne Ergebnis, die Gewerkschaft ruft immer wieder zu Warnstreiks auf. So auch bei den Nachwuchskräften. 26.02.2025 - 14:39 Uhr Artikel anhören
Gelsenkirchen: Bei einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi in Gelsenkirchen demonstrieren etwa 1000 Auszubildende und dual Studierende. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Berlin. Die Warnstreikwelle in den laufenden Tarifverhandlungen des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen ist auch auf Nachwuchskräfte übergeschwappt. Verdi hat Auszubildende und dual Studierende im öffentlichen Dienst deutschlandweit zum Warnstreik aufgerufen. Etwa 4.500 von ihnen hätten ihre Arbeit niedergelegt, sagte Verdi-Vorstand Richard Rother auf Anfrage.

In acht Städten gab es zudem Kundgebungen und Demonstrationen, darunter Berlin, Hamburg und Mannheim. Laut Rother halten sich die Auswirkungen in Grenzen: „Wenn Azubis streiken, dann legt man natürlich in dem Sinne jetzt keinen Betrieb lahm“, sagte er. Das Ziel sei ohnehin, dass Jugendliche ihre spezifischen Forderungen adressieren könnten.

Der Warnstreik sei auch „ein sehr wichtiges und sehr, sehr klares Signal an die Bundesregierung, auch wenn die Koalitionsverhandlungen erst anstehen“, sagte Isabel Limerov von Verdi im SWR. Die Interessen von jungen Beschäftigten dürften nicht „auf die lange Bank geschoben werden“.

200 Euro mehr und unbefristete Übernahme

Hintergrund für den Warnstreik ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaften fordern für Beschäftigte von Bund und Kommunen ein Lohnplus von acht Prozent, mindestens aber 350 Euro monatlich. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 200 Euro erhöht und eine unbefristete Übernahme garantiert werden, fordert Verdi. Denn diese „reichen bei den explodierenden Preisen der letzten Jahre kaum für Miete und Lebensmittel“, erklärte Bundesjugendsekretärin Astrid Gorsky.

In besonders belastenden Jobs – etwa im Gesundheitsbereich - soll es höhere Zuschläge geben. Außerdem wollen die Gewerkschaften drei zusätzliche freie Tage aushandeln. Die Arbeitgeber - besonders die Kommunen – warnen allerdings vor einer Überlastung und weisen auf die hohen Schulden vieler Städte und Gemeinden hin. Für den 14. bis 16. März ist die nächste Verhandlungsrunde angesetzt.

Bereits seit Wochen kommt es in mehreren Bundesländern zu zahlreichen Warnstreiks im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Am Münchner Flughafen müssen Reisende etwa am Donnerstag und Freitag mit zahlreichen gestrichenen Flügen rechnen. Auch am Hamburger Flughafen hatte Verdi vom Beginn der Nachtschicht am Mittwoch bis zum Ende der Spätschicht am Freitag zu einem Warnstreik aufgerufen. Reisende müssen sich daher auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt