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Ifo-UmfrageDeutsche Industrie rutscht im globalen Wettbewerb ab

Der Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit zieht sich einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge durch alle Bereiche der Industrie. Eine Branche ist jedoch besonders betroffen. 03.03.2025 - 07:59 Uhr Artikel anhören
VW-Produktion in Zwickau: Die Automobilbranche verliert an Boden. Foto: dpa

Berlin. Die Industrie in Deutschland verliert nach Einschätzung der heimischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb an Boden. 24 Prozent schätzten im Januar ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern außerhalb der EU als gering ein, wie aus der am Montag veröffentlichten Manager-Umfrage des Ifo-Instituts hervorgeht. Auch der Wettbewerb innerhalb der EU wird demnach härter, wie 21 Prozent der Unternehmen angeben. Kaum eine Firma sieht ihre Position gegenüber der weltweiten Konkurrenz verbessert.

„Einen solchen Einbruch im internationalen Wettbewerb in derart kurzer Zeit haben wir bisher nicht beobachtet“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die Herausforderungen für die Industrie, im globalen Wettbewerb zu bestehen, sind gewaltig.“

Der Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit zieht sich den Angaben zufolge durch alle Bereiche der Industrie. Besonders betroffen ist jedoch die Automobilbranche, die dem Ifo-Institut zufolge seit rund zwei Jahren an Boden verliert. „Auch in der Metall- und Chemieindustrie bleibt die Lage angespannt“, hieß es. Vergleichsweise stabil stehen die Getränkehersteller da: Deren Position im internationalen Wettbewerb habe sich zuletzt kaum verändert, so die Münchner Forscher.

„Die neue Bundesregierung muss dringend Bürokratie abbauen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und Unternehmen steuerlich entlasten, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken“, sagte Wohlrabe. Gezielte Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sind ebenso essenziell. „Jetzt braucht es entschlossene Reformen, damit die deutsche Industrie im globalen Wettbewerb nicht noch weiter zurückfällt“, betonte der Ifo-Umfragechef.

Die Stimmung in den Chefetagen der Industrie hat sich im Februar den zweiten Monat in Folge etwas aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg auf minus 22,1 Punkte, nach 24,8 Zählern im Januar. „Die Auftragsentwicklung hat sich stabilisiert“, so das Ifo-Institut.

rtr
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