USA: Deutsche Firmen beklagen Fachkräftemangel und Bau-Verzögerungen
Düsseldorf, München, Stuttgart. Adidas-Chef Björn Gulden würde Schuhe und Shirts im aktuellen geopolitischen Umfeld am liebsten auf großen Schiffen produzieren. Es würden keine Zölle anfallen, schwärmte er unlängst – und die Ware könne immer dorthin gebracht worden, wo sie gerade am besten verkauft werden kann.
Die Vision hat ihren Grund: Aktuell wächst der Druck auf deutsche Unternehmen, ihre Produktionsbasis im Ausland auszubauen – vor allem in den USA. Präsident Donald Trump hat Zölle von 25 Prozent auf importierte Autos angekündigt, weitere Produktgruppen sollen folgen. Trump fordert ausländische Firmen auf, sie sollen ihre Werke in die USA verlagern und dort Arbeitsplätze schaffen, dann passiere ihnen nichts.
Tatsächlich planen deutsche Unternehmen schon seit Längerem den Ausbau ihrer Produktion in den USA. Das Land rückt als Investitionsziel neben dem europäischen Ausland an Nummer zwei, zeigt eine Umfrage der Beratungsgesellschaft Deloitte. Die Zollpläne könnten dies noch einmal verstärken.
Doch Experten warnen immer öfter vor einer unüberlegten Expansion in die USA. Denn dort stoßen die Firmen auf zahlreiche Hindernisse.