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GriechenlandWerften bereiten sich auf Rüstungsboom vor

Die griechische Schiffbauindustrie hat schwere Jahrzehnte hinter sich. Nun erlebt sie eine Trendwende. Grund sind private Investitionen und das größte Rüstungsprogramm der Landesgeschichte.Gerd Höhler 14.03.2025 - 04:26 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Im Sommer 2009 liegt ein Schiff in der Hellenic-Werft: Seitdem wurde das Unternehmen modernisiert und in Skaramangas umbenannt. Foto: dpa

Athen. Nach Jahrzehnten des Niedergangs steht für die griechischen Werften eine Trendwende an. Im Jahr 2023 wickelten sie fast 700 Reparaturaufträge ab. Das waren mehr als doppelt so viele wie ein Jahrzehnt zuvor. Derzeit trägt die Branche rund ein Prozent zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei. In fünf Jahren könnten es 2,5 Prozent sein, schätzen Branchenkenner.

„Die griechischen Werften sind zurück im Reparaturgeschäft“, sagt George Xiradakis, Gründer und Geschäftsführer von XRTC Business Consultants, einem auf die maritime Industrie spezialisierten Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen in Piräus. „Sie können zwar nicht in allen Bereichen mit den großen Werften in der Türkei und in Asien konkurrieren, aber sie können ihnen Marktanteile abnehmen“, meint der Experte.

53
Milliarden Euro
will Griechenland bis 2035 in die Aufrüstung und Modernisierung seiner  Streitkräfte investieren.

Während des griechischen Wirtschaftsabschwungs in den 1980er-Jahren gerieten viele lokale Werften in Schwierigkeiten und wurden verstaatlicht. Kunden wanderten zur ausländischen Konkurrenz ab, vor allem zu den billiger produzierenden Werften in Fernost.

Nun hoffen die griechischen Schiffbauer auf lukrative Aufträge vor allem vom Athener Verteidigungsministerium. Griechenland gibt seit Jahrzehnten in Relation zur Wirtschaftsleistung mehr Geld für sein Militär aus als die meisten anderen Mitgliedstaaten des Verteidigungsbündnisses Nato. Mit dem größten Rüstungsprogramm in der Geschichte des Landes will die Regierung das noch ausweiten.

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