Dax-Konzern: Deutsche Bank plant 2026 wieder Hauptversammlung in Präsenz
Frankfurt. Die Deutsche Bank will im kommenden Jahr erstmals seit Ausbruch der Coronapandemie ihre Hauptversammlung wieder vor Ort abhalten. Das Institut plant, einen entsprechenden Vorschlag der Hauptversammlung im Mai vorzulegen, wie ein Sprecher des Instituts dem Handelsblatt bestätigte.
„Die Deutsche Bank plant künftig einen Wechsel zwischen virtuellen Hauptversammlungen und Präsenzveranstaltungen“, sagte der Sprecher. „Mindestens alle vier Jahre soll eine physische Hauptversammlung stattfinden.“ Dabei sei bereits für das Jahr 2026 eine Präsenzveranstaltung geplant, sofern keine besonderen Umstände dagegensprechen würden.
Mit dieser Entscheidung geht das Institut auf die Kritiker virtueller Hauptversammlungen zu. Der Druck auf deutsche Aktiengesellschaften, ihre Aktionäre wieder in Präsenz zu treffen, war zuletzt deutlich gestiegen, nachdem Konzerne wie Siemens oder Tui von ihren Anteilseignern gezwungen worden waren, im nächsten Jahr wieder Vor-Ort-Treffen zu organisieren.
„Das virtuelle Format, das wir in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt haben, hat unbestreitbare Vorzüge“, sagte Aufsichtsratschef Alex Wynaendts dem Handelsblatt. Aktionäre könnten unabhängig von ihrem Standort daran teilnehmen, und auch die Umweltbelastung sei geringer. „Gleichzeitig ist uns bewusst, dass manche Stakeholder eine Präsenzveranstaltung bevorzugen“, sagte Wynaendts. „Mit einem Wechsel zwischen beiden Formaten wollen wir künftig den verschiedenen Interessen gerecht werden.“