Coreweave: Wichtiger Tech-Börsengang in den USA enttäuscht die Anleger
Frankfurt. Am Freitag ist der US-Cloud-Dienstleister Coreweave an die New Yorker Börse gegangen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wollte das Unternehmen mit dem „Initial Public Offering“, kurz IPO, drei Milliarden Dollar einnehmen – tatsächlich erzielte das Unternehmen nur die Hälfte.
Das enttäuschende Börsendebüt sei „ein weiterer Beweis dafür, dass sich volatile Eigenkapitalmärkte nicht gut für IPOs eignen“, sagt ein Investmentbanker einer US-amerikanischen Großbank, der anonym bleiben will. Bei einer Volatilität von mehr als 20 Punkten hätten IPOs schlechte Chancen, sagt er.
Die Volatilität wird in einem Index, dem Volatilitätsindex Vix, dargestellt. Er gibt an, welche Schwankungen Investoren beim US-Leitindex S&P erwarten. Je höher der Wert ist, desto unruhiger sind die Zeiten.
Signalwirkung für andere Börsenkandidaten
Die Schwankungen an den Märkten könnten auch den Börsenplan des schwedischen Finanztechnologie-Start-ups Klarna beeinflussen, der ein Wegbereiter für andere Kandidaten in den USA sein könnte. Das bedeutet: Läuft dieser IPO erfolgreich, trauen sich weitere Firmen aufs Parkett – bleibt er erfolglos, dürfte er andere Börsenaspiranten abschrecken.