Nikkei, Yen, Hang seng: Nervosität an asiatischen Börsen nimmt vor US-Zollankündigung zu
Tokio, Singapur. Die Stimmung an den asiatischen Börsen bleibt angespannt. Die Handelsplätze in Japan, China und Korea notierten am Mittwoch wenige Stunden vor den erwarteten Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump überwiegend schwächer. „Vieles wird von Trumps Ton abhängen – ob er Verhandlungsbereitschaft signalisiert oder auf weitere Konfrontation setzt“, sagte Philip Wee, leitender Devisenstratege bei DBS.
Die Regierung von Präsident Donald Trump will am Mittwoch neue Zölle verkünden. Diese dürften sich gegen eine Vielzahl von Ländern richten, die Handelsüberschüsse mit den USA haben. Bei diesen will Trump „reziproke Zölle“ erheben, sich also an deren oft höheren Sätzen orientieren. „Wenn die US-Zölle umfassend und aggressiv ausfallen, wird sich eine Risikoaversion durchsetzen. Sollten China und die EU rasch mit Vergeltungsmaßnahmen reagieren, ist mit einer zweiten Welle der Volatilität zu rechnen“, sagte Wee.
In Tokio notierte der Leitindex Nikkei mit rund 35.616 Punkten kaum verändert. Der breiter gefasste Topix fiel um rund 0,5 Prozent. Gefragt waren die Aktien von Nikkei-Schwergewichten wie der Uniqlo-Mutter Fast Retailing und des Herstellers von Maschinen für die Chipindustrie Tokyo Electron, die um drei und 1,9 Prozent zulegten. Energieaktien mussten hingegen Federn lassen.