US-Zollkrieg: Wie Trumps Hardliner das Welthandelssystem sprengt
Washington. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben die USA einen umfassenden protektionistischen Angriff auf den Welthandel gestartet – und die Schlüsselfigur ist ein 75-Jähriger, der im vergangenen Jahr noch im Gefängnis saß.
Weil Peter Navarro sich weigerte, im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol vor dem Kongress auszusagen, musste er 2024 eine Gefängnisstrafe verbüßen. Heute ist er für Donald Trumps Regierung „Leitender Berater für Handel und Fertigung“. Und wurde in dieser Rolle zum „Architekten“ von Trumps Handelskrieg.
Der Harvard-Ökonom Navarro ist glühender Verfechter hoher Importzölle. Unter Wirtschaftswissenschaftlern gilt er als Außenseiter, dennoch war Navarro schon in Trumps erster Amtszeit Handelsberater.
Navarros Aufstieg und sein Einfluss auf den globalen Handelskrieg sagt viel aus über die Machtzirkel in Trumps Präsidentschaft. Denn einerseits war der beispiellose Angriff auf das Handelssystem von langer Hand geplant. Andererseits lief die Vorbereitung auf den jüngsten Zölle-Rundumschlag bis zur letzten Minute chaotisch ab.
Wie die USA den Handelskrieg lostraten und welche Szenen sich hinter den Kulissen abspielten – die Rekonstruktion des Zölle-Schocks: