1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. TSKE: IG Metall warnt Thyssen-Krupp Steel vor Vertragskündigung mit HKM

TSKEIG Metall warnt Thyssen-Krupp Steel vor Vertragskündigung mit HKM

Die Zukunft der rund 3000 Beschäftigten ist ungewiss. Bei einer außerordentlichen Ratssitzung wollen diese ihren Unmut kommunizieren – und Druck aufbauen. 03.04.2025 - 17:27 Uhr Artikel anhören
Hochöfen stehen auf dem Werksgelände von Thyssen-Krupp Steel. Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf, Frankfurt. Die Zitterpartie der rund 3000 Beschäftigten des Duisburger Stahlkonzerns Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) geht in eine neue Runde. Die IG Metall warnte am Donnerstag den Haupteigentümer Thyssen-Krupp Steel Europe (TKSE) davor, den Liefervertrag mit dem um seine Zukunft bangenden Unternehmen zu kündigen.

Am Freitag würden mehrere Hundert Beschäftigte der HKM vor der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung bei TKSE erwartet, die ihren Unmut zum Ausdruck bringen wollten, hieß es in einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Info der Gewerkschaft. Arbeitnehmervertretern aus dem Aufsichtsrat zufolge will TKSE den Vertrag mit dem Stahlkocher kündigen, an dem das Unternehmen mit 50 Prozent beteiligt ist. TKSE bestätigte, dass eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung am Freitag geplant ist, nannte aber keine Einzelheiten.

„Die Beschäftigten von HKM fordern den Aufsichtsrat der TKSE auf, diesen Liefervertrag nicht zu kündigen, sondern vielmehr aktiv den Verkaufsprozess der Hütte, abgestimmt mit dem weiteren Gesellschafter, der Salzgitter AG, zu fördern“, hieß es in dem Aufruf der Gewerkschaft. Dies erfordere aber Zeit und dürfe nicht durch überstürzte Handlungen des größten Gesellschafters negativ beeinflusst werden.

Verkauf oder Schließung vom HKM

TKSE könne den Vertrag zum Ende des Jahres kündigen, sagte der Geschäftsführer der IG Metall Duisburg-Dinslaken, Karsten Kaus, Reuters. Die Abnahmevereinbarungen liefen danach aber noch sieben Jahre weiter. Es gebe daher keinen Grund zur Eile.

TKSE hatte angekündigt, seine HKM-Beteiligung von 50 Prozent zu verkaufen. Sollte dies nicht gelingen, werde HKM geschlossen. Ein Verkauf an den Investor CE Capital war kürzlich gescheitert. Thyssen-Krupp-Konzernchef Miguel López will die Kapazitäten für die Stahlproduktion deutlich zurückfahren. Dazu könnte auch anteilig die HKM-Produktion gehören.

Salzgitter hält 30 Prozent der Anteile. Vorstandschef Gunnar Groebler hatte gesagt, dass Produkte, wie HKM sie herstellen könne, für Rüstungsgüter verwendet werden könnten. Von Salzgitter war am Donnerstag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der französische Röhrenkonzern Vallourec, der mit 20 Prozent an HKM beteiligt ist, lehnte einen Kommentar ab.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt