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StudieArbeitslosigkeit steigt 2025 in allen Bundesländern – im Osten stärker

Einer Studie zufolge steigt in ganz Deutschland im Jahr 2025 die Arbeitslosigkeit. Im Osten legt die Arbeitslosenquote stärker zu als im Westen. 04.04.2025 - 12:58 Uhr Artikel anhören
Die Dynamik des Arbeitsmarktes hängt von aktuellen Entwicklungen ab. Foto: Arne Dedert/dpa

Berlin. Die Konjunkturflaute trifft ganz Deutschland und lässt einer Studie zufolge die Arbeitslosigkeit 2025 in allen Bundesländern steigen. Im Osten dürfte die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent etwas stärker zulegen als im Westen, wo sie um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent klettert, wie am Freitag aus einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. „Die Arbeitslosigkeit nimmt überall zu.“

Die größten relativen Anstiege bei den Arbeitslosenzahlen gibt es demnach in Bayern mit 7,3 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 7,2 Prozent. Während in Bayern aber weiter die niedrigste Arbeitslosenquote mit 3,9 Prozent erwartet wird, weist Mecklenburg-Vorpommern mit 8,5 Prozent die dritthöchste Quote aller Länder auf – nach den Stadtstaaten Bremen mit 11,6 Prozent und Berlin mit zehn Prozent.

Die geringsten relativen Anstiege gibt es laut Prognose in Thüringen mit 1,9 Prozent, Brandenburg mit 3,6 Prozent, Rheinland-Pfalz mit 3,7 Prozent und Niedersachsen mit 3,8 Prozent. „Trotz der zum Teil hohen relativen Anstiege in der Zahl der Arbeitslosen bleibt das bekannte regionale Gefälle der Arbeitslosenquoten erhalten“, erklärte IAB-Forscherin Antje Weyh. „Die Arbeitslosenquoten der süddeutschen Bundesländer sind auch 2025 niedriger als im Rest Deutschlands.“

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung dürfte in diesem Jahr insgesamt kaum wachsen – im Westen steigt sie laut IAB um 0,3 Prozent, im Osten hingegen sinkt sie um 0,2 Prozent. Am stärksten steigt die Beschäftigung in Hamburg mit 0,5 Prozent sowie in Schleswig-Holstein und Hessen mit je 0,4 Prozent. Die stärksten Rückgänge werden hier für das Saarland mit 0,9 Prozent sowie Sachsen-Anhalt und Thüringen mit je 0,8 Prozent erwartet.

Die Dynamik des Arbeitsmarktes hänge entscheidend von aktuellen Entwicklungen ab, betonte IAB-Forscher Rüdiger Wapler. „Eine schnelle Entfaltung des Finanzpaketes und eine Beilegung der Handelskonflikte würden die Entwicklung der regionalen Arbeitsmärkte begünstigen.“ Risiken gingen vor allem vom eskalierenden Handelsstreit mit den USA aufgrund der starken außenwirtschaftlichen Verflechtungen aus.

rtr
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