Immobilien: Uni Immo Wohnen ZBI wird auf Schadenersatz verklagt
München. Das Management des umstrittenen offenen Immobilienfonds Uni Immo Wohnen ZBI wird von der Tübinger Kanzlei Tilp vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auf Schadenersatz verklagt. Zudem will die Kanzlei ein Musterverfahren anstrengen.
Bereits im März hatte ZBI vor dem Gericht eine Niederlage kassiert. Dieses Verfahren befindet sich in Berufung beim Oberlandesgericht Nürnberg. Anwälte der Kanzlei Tilp sind der Meinung, dass das Fondsmanagement das Risiko für Zeichner im Basisinformationsblatt falsch dargestellt hat – wie auch Verbraucherschützer.
„Der Fonds hätte nach unserer Ansicht von Anfang an in die Risikoklasse 6 eingeordnet werden müssen“, sagt Rechtsanwalt Christian Palme von der Kanzlei Tilp. Um als risikoarm eingestuft zu werden, hätte der Fonds seine Immobilien mindestens einmal pro Monat bewerten lassen müssen.
Bis Juli 2024 war der Fonds in die Risikoklasse 2 von 7 eingestuft, galt also als risikoarm. Nachdem der milliardenschwere Immobilienfonds im vergangenen Frühsommer um etwa 17 Prozent abwerten musste und Anleger fast 800 Millionen Euro verloren hatten, wurde er in Risikoklasse 3 eingestuft.