Tourismus: Warum spaltet das neue TUI-Schiff die Fangemeinde?
Frankfurt. Wybcke Meier, die Chefin von Tui Cruises, ist mehr als zufrieden, wenn sie auf die Geschäftsdaten des bisherigen Jahres schaut. Zwar hat die Kreuzfahrttochter des Reisekonzerns allein mit der Mein Schiff Relax in diesem Jahr ihre Kapazität um 22 Prozent erhöht und stellt im kommenden Jahr mit dem Schwesterschiff Flow einen gleichgroßen Kreuzer in Dienst. „Dennoch liegen wir bei der Auslastung sogar leicht über Vorjahr“, sagte die Managerin dem Handelsblatt.
Die Kunden und Kundinnen sind hingegen nicht ganz so zufrieden. Seit dem Frühjahr ist die Mein Schiff Relax unterwegs. Sie ist mit knapp 4000 Passagieren deutlich größer als die übrigen Schiffe der Flotte (unter 3000 Gäste). Zwar gibt es auch Lob für den Kreuzer. Doch die neue Dimension kommt nicht bei jedem gut an. Selbst der eine oder andere Fan der Mein-Schiff-Flotte tut sich schwer mit dieser Schiffsklasse.
„Dieses Schiff hat für uns kein Herz mehr“, schreibt ein Gast auf der Plattform Kreuzfahrer.de. „Der Name war leider nicht Programm“, klagt Alda Brauer bei Trustpilot mit Blick auf die Schiffsbezeichnung Relax. Und Alfred Dubovy scheibt auf derselben Plattform: „Wir waren bis jetzt vier Mal mit Mein Schiff unterwegs und waren eigentlich immer zufrieden. Wir werden jetzt mal eine andere Schiffsflotte auswählen.“ Die Kritikpunkte klingen ähnlich.