CO₂-Emissionen: EU-Kommission legt umstrittenes Klimaziel für 2040 vor
Brüssel. Die Brüsseler Kommission hat den EU-Staaten ein ambitioniertes neues Klimaziel vorgeschlagen. Bis 2040 sollen die Treibhausgasemissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken, heißt es in einem am Mittwoch vorgelegten Gesetzesentwurf.
Die Kommission hat bereits Emissionsreduktionsziele für 2030 (55 Prozent) und 2050 (100 Prozent) festgelegt. Das lange erwartete Zwischenziel soll den Druck auf Regierungen und Unternehmen aufrechterhalten.
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Das Ziel sei wichtig, weil es den Unternehmen einen klaren Pfad zur Dekarbonisierung aufzeige, sagte EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra dem Handelsblatt und anderen europäischen Zeitungen. Es gehe um Verlässlichkeit für Cleantech-Investitionen.
Es bildet auch die Grundlage für das europäische Minderungsziel für 2035, welches die EU auf der nächsten Weltklimakonferenz COP30 im November 2025 im brasilianischen Belem einreichen will. Dort will die EU eine Vorreiterrolle spielen, um Länder wie China vom Emissionsabbau zu überzeugen.
EU kündigt neue Subventionen an
Der Kommissionsvorschlag befeuert den Streit um die richtige Balance zwischen Klimaschutz und ökonomischer Wettbewerbsfähigkeit. Viele konservative Politiker und Manager halten die Klimaschutzgesetze der EU inzwischen für überzogen und warnen, dass Europa an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China verliere. Zumal sich die USA unter Präsident Donald Trump komplett vom Klimaschutz verabschiedet haben.