Volkswagen: VW verlängert Vertrag von China-Chef Brandstätter vorzeitig
Düsseldorf. Volkswagen setzt in seinem wichtigsten Auslandsmarkt auf Kontinuität: Der Vertrag von China-Chef Ralf Brandstätter wurde vorzeitig verlängert. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen. Die Personalie soll bereits bei der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag beschlossen worden sein. Ein Sprecher des Gremiums bestätigte die Information am Mittwoch auf Nachfrage.
Formal handelt es sich um einen neuen Dreijahresvertrag, der bis Ende Juli 2028 läuft. Intern gilt der Schritt als deutliches Signal. Brandstätter hat den strategischen Umbau für den Autobauer in China angestoßen – nun soll er ihn zu Ende führen. Volkswagen ist in der Region massiv unter Druck.
Das zeigen auch die jüngsten Auslieferungszahlen für das erste Halbjahr, die der Konzern am Mittwoch veröffentlichte. Demnach sank der Absatz von Elektroautos in China um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über alle Antriebsarten hinweg setzte VW in China 1,31 Millionen Fahrzeuge ab – ein leichter Rückgang.
China soll ein Schwerpunktthema bei der Aufsichtsratssitzung am Freitag gewesen sein. Dort soll den Gremiummitgliedern die nächste E-Auto-Generation präsentiert worden sein. Ab 2026 soll so der Turnaround in der Region gelingen.