Asienmärkte: Asiatische Anleger reagieren kaum auf US-Zolldeal mit der EU
Tokio. In Asien reagierten die Börsen uneinheitlich und ohne Enthusiasmus auf den Zolldeal zwischen den USA und der Europäischen Union. Der koreanische Kospi und Singapurs Straits-Times-Index sanken im Vormittagshandel leicht, während Shanghai Composite Index und der Hongkonger Hang-Seng-Index stärker ins Plus drehten.
Japan war der negativste Markt. Der Nikkei-225-Index sank bis zur Mittagspause um 0,7 Prozent auf 41.148 Punkte, der breiter gewichtete Topix um 0,4 Prozent auf 1,940 Punkte. Aber der wichtige Zolldeal spielte dabei eine untergeordnete Rolle. Vor allem werden Gewinnmitnahmen dafür verantwortlich gemacht. Vorige Woche war der Topix im Anschluss an den US-japanischen Zolldeal auf ein neues Rekordhoch gestiegen.
Besonders Chiphersteller wurden verkauft, die zuvor massiv von Trumps Lockerung der Chiprestriktionen gegenüber China profitiert hatten. Dafür ging es am Montag mit den Auto- und Roboterherstellern bergauf. Der Zolldeal wurde eher mit Schulterzucken quittiert.
Angesichts der nachlassenden Sensibilität für Trumps Zollkapriolen warnten die Strategen von Morgan Stanley die Anleger bereits am Sonntag: „Kämpft gegen die Zoll-Müdigkeit.“ Sie seien immer noch zu wichtig, um die neuen Entwicklungen zu ignorieren.