Berkshire Hathaway: Buffett warnt vor Zoll-Effekten – Gewinn geht zurück
New York. Warren Buffett stellt seine Aktionäre auf negative Effekte der US-Zollpolitik ein: „Es ist durchaus möglich, dass sich nachteilige Folgen für die meisten, wenn nicht alle unserer operativen Geschäftsbereiche sowie für unsere Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen ergeben“, heißt es im Quartalsbericht von Buffetts Konzern Berkshire Hathaway, der am Samstag veröffentlicht wurde.
Die „Spannungen infolge neuer internationaler Handelspolitik und Zölle“ hätten in den ersten sechs Monaten des Jahres deutlich zugenommen und noch könne das Konglomerat nicht zuverlässig abschätzen, wie sehr die Verfügbarkeit von Produkten, die Kosten und Effizienz der Lieferketten und die Nachfrage nach Produkten beeinträchtigt werde.
Schon im März hatte er in einem Fernsehinterview deutliche Kritik an US-Präsident Donald Trump formuliert. Zölle seien „eine Kriegshandlung, gewissermaßen“, sagte Buffett damals.
Beliebte Aktie für unsichere Zeiten
Der operative Gewinn von Berkshire Hathaway im zweiten Quartal ging um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück auf 11,2 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen verkaufte erneut mehr Aktien, als es neue hinzukaufte. Berkshire trennte sich von Aktien im Wert von 4,5 Milliarden Dollar – es ist das elfte Quartal in Folge, in dem der Konzern als Nettoverkäufer von Aktien auftritt. Zum Jahreswechsel wird Buffett die Führung an seinen designierten Nachfolger Greg Abel übergeben.