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EnergieBP entdeckt größtes Öl- und Gasfeld seit 25 Jahren

Der britische Konzern BP meldet einen riesigen Öl- und Gasfund im Santos-Becken. Das Vorkommen liegt tief im Meer. Analysen zeigen einen hohen CO2-Gehalt. Weitere Untersuchungen laufen.Felix Stippler 09.08.2025 - 09:42 Uhr Artikel anhören
Ölkonzern BP: Vor der Küste Brasiliens haben Bohrungen ein riesiges Vorkommen aufgetan. Foto: dpa

London. Der britische Ölkonzern BP hat nach eigenen Angaben vor der Küste Brasiliens das größte Öl- und Gasvorkommen seit einem Vierteljahrhundert gefunden. Das Vorkommen liegt im sogenannten Bumerang-Block im Santos-Becken, etwa 400 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt.

„Das ist ein weiterer Erfolg in einem bislang außergewöhnlichen Jahr für unser Erkundungsteam“, sagt BP-Manager Gordon Birrel, der unter anderem für die Ölproduktion des Konzerns verantwortlich ist. Brasilien sei ein wichtiger Standort für den britischen Konzern. „Wir wollen prüfen, ob sich mit dem Potenzial dort ein wettbewerbsstarker Produktionsstandort aufbauen lässt“, sagt Birrel.

Das Ölfeld im Bumerang-Block ist dem Unternehmen zufolge die zehnte Entdeckung im laufenden Jahr. Zuvor habe der Ölkonzern unter anderem Erfolge bei Untersuchungen in Trinidad, Ägypten und Libyen gemeldet.

Bei Probebohrungen seien erhöhte Mengen CO2 gefunden worden. Größere CO2-Vorkommen können ein Indikator für Öl- und Gasvorkommen sein. Nun seien weitere Laboranalysen notwendig, um das Potenzial des Blocks genauer zu bestimmen. BP hatte sich den Bumerang-Block im Dezember 2022 gesichert. Das Unternehmen plant, seine Förderung bis 2030 deutlich zu steigern.

An den Aktienmärkten sorgt die Nachricht zunächst für Zuversicht bei den BP-Investoren. Die Papiere des Ölkonzerns legen am Montag in den USA rund 1,5 Prozent zu. Am Dienstag will BP seine Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegen.

Zurück zu Öl und Gas

Den aktuellen Fund dürfte die Konzernspitze beim Versuch, sich neu auszurichten, begrüßen. BP konzentriert sich seit Jahresbeginn wieder verstärkt auf das traditionelle Öl- und Gasgeschäft. Der britische Energiekonzern versucht so, wieder Anschluss an Konkurrenten wie Shell zu finden. Der britische Konzern war gegenüber Wettbewerbern deutlich zurückgefallen.

Ursprünglich wollte sich BP von einem Öl- und Gaskonzern zu einem integrierten Energieunternehmen wandeln. Aber die Energiekrise im Zuge des Ukrainekriegs vereitelte diese Strategie, das damalige Management reagierte darauf nicht schnell genug und die Aktie geriet unter Druck.

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BPs neuer CEO Murray Auchincloss kündigte schließlich im Februar dieses Jahres den Strategiewechsel hin zu fossilen Energieträgern an.  Kurz zuvor war der aktivistische Investor Elliot eingestiegen. Der Finanzinvestor, der rund fünf Prozent hält, setzt Auchincloss unter Druck. Der Aktionär fordert weitreichende Maßnahmen.

Ab Oktober hat BP mit Albert Manifold einen neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats, der sich mit Transformation auskennt. Zuvor war Manifold Chef beim Baumittelkonzern CHR. Einer Direktorin des BP-Verwaltungsrats zufolge passe der Manager gut zur aktuellen Situation des britischen Unternehmens, denn er habe CHR neu ausgerichtet und zu einem weltweit führenden Anbieter gemacht.

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Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters.

Erstpublikation: 04.08.2025, 10:07 Uhr.

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