Engel & Völkers: Lizenznehmer pleite wegen Krise bei Versorgungswerk
Frankfurt, Düsseldorf. Der Luxusmakler Engel & Völkers wird offenbar immer stärker in die Krise des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin (VZB) mit hineingezogen. In den vergangenen Tagen mussten zwei weitere Engel-&-Völkers-Ableger unter anderem deshalb Insolvenz anmelden, weil ihnen laut Engel & Völkers das Versorgungswerk zugesagte Gelder verweigert haben soll.
Das VZB weist die Vorwürfe mit Nachdruck zurück. „Die Entscheidungen wurden sorgfältig und unter Einbindung interner sowie externer Experten getroffen. Die Entscheidungsgründe für das VZB sind rechtlicher und wirtschaftlicher Natur“, heißt es vonseiten des Versorgungswerks.
Entsprechend der aufsichtsrechtlichen Vorgaben dürfe das Vermögen des VZB nur so angelegt werden, dass „möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität (…) unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht werden“, sagte ein Sprecher. „So hätten die Darlehen allein aus rechtlichen Gründen nicht getätigt werden dürfen.“
Konkret geht es um die Engel-&-Völkers-Kapitalbeteiligungen EV Venture Management, ein Dienstleister für Start-ups in verschiedenen Wachstumsphasen, und EV Work Edition, ein Coworking-Anbieter für gemeinschaftlich genutzte Arbeitsräume. Beide Unternehmen haben am vergangenen Freitag Insolvenz angemeldet und werden vom vorläufigen Insolvenzverwalter Sven Hentschel von der Kanzlei White & Case Local Partner betreut.