Sommerinterview: Steuererhöhungen mit der Union? „No way, no chance“
Berlin. Ein übergroßes Hundefoto steht am Anfang des ARD-Sommerinterviews mit Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident hatte Anfang August ein Bild seiner Hündin Molly gepostet – just an dem Tag, an dem Bundeskanzler Friedrich Merz ankündigte, die Waffenlieferungen nach Israel einzuschränken. Internetznutzer vermuteten daraufhin eine versteckte Kritik am Kanzler hinter Molly.
Was er mit dem Hundebild auf seinem Social-Media-Account bezweckte, erklärte Söder trotz Nachfrage der Moderatorin Anna Engelke nicht an diesem Sonntagabend. Aber der CSU-Chef gab zu, dass er selbst gegen Sanktionen für Israel sei und vom Schritt des Kanzlers erst nach Vollzug erfahren habe. Merz habe bei dem Thema von seiner Richtlinienkompetenz Gebrauch gemacht, das sei schon in Ordnung so, sagte er aber. „Die haben wir dann im Endeffekt zu respektieren.“
Auch sonst gab sich der bayerische Ministerpräsident im Sommerinterview diplomatisch. Kritik gab es lediglich an der Europäischen Union, der er mehr Sinn für die Realität wünsche. Die EU sei durch ihre überbordende Bürokratie und das Verbrennerverbot eines der „Haupthemmnisse für unsere wirtschaftliche Entwicklung“, so Söder.