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HalbleiterNvidia drosselt offenbar Produktion von Chips für China

Chinas kommunistische Regierung sieht in den H20-Chips von Nvidia ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Chinesische Firmen dürfen die Prozessoren nicht mehr bestellen. 22.08.2025 - 11:38 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Nvidia-Logo: Der Konzern hat Probleme mit seinem China-Geschäft. Foto: REUTERS

Düsseldorf. US-Chiphersteller Nvidia hat laut einem Bericht einige seiner Zulieferer gebeten, die Produktion von Teilen für den H20-Chip einzustellen. Das Modell ist eigens für den chinesischen Markt konzipiert. Die chinesische Regierung aber setzt den US-Konzern unter Druck. Die kommunistische Partei hat Technologieunternehmen dazu aufgefordert, keine Nvidia-Halbleiter mehr zu kaufen – Grund dafür sind offenbar Sicherheitsbedenken.

Dem Bericht des auf Tech-Themen spezialisierten Portals „The Information“ zufolge hat Nvidia unter anderem seine Zulieferer Ankor Technology und den südkoreanischen Konzern Samsung darum gebeten, die Produktion einzustellen. Ankor Technology ist für die Verpackung der H20-Chips zuständig, Samsung liefert Speichermedien zu.

Außerdem hat Nvidia laut der Nachrichtenagentur Reuters auch Foxconn dazu angewiesen, keine Arbeit mehr für das Produkt zu leisten. Nvidia teilte dazu in einer Erklärung mit: „Wir gestalten unsere Lieferkette entsprechend der aktuellen Marktsituation.“

Die chinesische Digitalbehörde hatte Nvidia im vergangenen Monat hat zu den Sicherheitsbedenken befragt und das Unternehmen gebeten, Informationen zu den Prozessoren bereitzustellen. Die Regierung befürchtet, dass die Chips über Tracking-Technologien verfügen oder via eingebauter „Hintertüren“ auch ferngesteuert werden könnten.

Nvidia-Chef Hensen Juang besucht derzeit den Halbleiterhersteller TSMC in Taiwan. Auf Fragen der dort anwesenden Journalisten zum möglichen Produktionsstopp der H20-Chips sagte er, dass Nvidia eine signifikante Anzahl der Chips vorbereitet habe und nun auf die Bestellungen aus China warte. Das Produkt stellt ihm zufolge keine Gefahr für die Sicherheit Chinas dar. Die Möglichkeit, die H20-Chips nach China zu liefern, werde „sehr geschätzt“.

Denn die US-Regierung hatte bis vor Kurzem den Verkauf der Chips nach China untersagt. Nur gegen Zugeständnisse seitens Nvidia dürfen H20-Modelle wieder in das asiatische Land geliefert werden. Als Gegenleistung muss der Konzern 15 Prozent seiner Einnahmen aus dem China-Geschäft an die US-Staatskasse bezahlen. In den anhaltenden Handelsgesprächen zwischen China und den USA ist der Zugang zu westlicher Hochleistungstechnologie ein wichtiger Punkt.

Neuer Chip für China in Arbeit

Bereits in der Vergangenheit haben die USA den Export von High-Tech-Gütern nach China beschränkt, um den technologischen und nicht zuletzt auch militärischen Aufstieg zu stoppen. Nvidia reagierte darauf damit, leistungsschwächere KI-Chips zu bauen, die nach China verkauft werden dürfen.

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Mitte dieser Woche wurde bekannt, dass Nvidia deshalb wohl auch an einer schwächeren China-Version seines aktuellsten Spezialprozessors für KI arbeitet. Der Chip soll auf Basis der modernen Blackwell-Architektur entstehen und deutlich leistungsstärker sein als der H20-Chip.

flx, rtr
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