N26: Neobank-Co-Chef Tayenthal erwägt Wechsel in den Aufsichtsrat
Frankfurt. Nach umfassenden Änderungen in der N26-Führungsspitze hat Co-Chef Maximilian Tayenthal im Handelsblatt-Interview über seine Zukunftspläne gesprochen. Er werde sich „zu gegebener Zeit überlegen“, in den Aufsichtsrat zu wechseln, kündigte er auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel an.
Tayenthal sagte mit Blick auf das jüngste Führungschaos, N26 sei durch „Höhen und Tiefen“ gegangen. „Wir haben die Firma zu Profitabilität gebracht, viele Büros eröffnet, einige wieder geschlossen.“ Daher „bringt einen nichts so schnell aus der Ruhe“.
Die jüngsten Schlagzeilen täten ihm besonders für die Mitarbeiter und Kunden leid. „Insofern freue ich mich festzustellen, dass doch wieder etwas Ruhe eingekehrt ist.“
Am vergangenen Freitag gab das Unternehmen bekannt, dass Valentin Stalf, Mitgründer und Co-CEO der Neobank, seinen Vorstandsposten „im Laufe des Septembers“ aufgeben wird. Stalf wolle nach einer Übergangszeit in den Aufsichtsrat wechseln.
„Er ist nicht nur ein sehr enger Freund, wir haben auch sehr eng zusammengearbeitet“, sagte Tayenthal. Die Gründer seien mit ganzem Herzen Unternehmer, sagte er. „Die Sturm-und-Drang-Phase des Unternehmens, der Aufbau des Start-ups war immer das, was mir am meisten Spaß gemacht hat.“