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RankingDas sind die besten Fondsmanager des Jahres 2025

Das Handelsblatt Research Institute hat die renommiertesten Fondsmanager in fünf Anlagekategorien ermittelt. Wer global auf Technologieaktien setzte, schaffte zuletzt die höchsten Renditen.Heinz-Peter Arndt 16.10.2025 - 10:09 Uhr Artikel anhören
Die besten Fondsmanager übertrafen in ihren Anlagesegmenten die Ergebnisse von vergleichbaren ETFs zum Teil deutlich. Foto: Midjourney/HB

Köln. Seit dem Herbst 2022 legen die Aktienkurse in fast allen Börsenmärkten zu. Kein Wunder, dass Anleger mit den immer beliebteren ETF-Indexfonds in den vergangenen drei Jahren satte Renditen erzielen konnten. Aber mit aktivem Management wäre noch mehr möglich gewesen. Denn die besten Fondsmanager übertrafen in ihren Anlagesegmenten die Ergebnisse von vergleichbaren ETFs zum Teil deutlich. Eine aktuelle Analyse des Handelsblatt Research Institute (HRI) zeigt, welchen Investmentprofis das besonders gut gelang.

In einem mehrstufigen Prozess haben die Experten zum sechsten Mal die renommiertesten und erfolgreichsten Fondsmanager ermittelt – in den fünf Anlagekategorien „Aktien Deutschland“, „Aktien Europa“, „Aktien Welt“ „Aktien Emerging Markets“ und „Aktien Japan“. „Mit den Top-Managern konnten Anleger herausragende Ergebnisse erzielen“, sagt HRI-Finanzmarktexperte Dennis Huchzermeier. „Es handelt sich dabei nicht um Zufallstreffer. Viele Manager stehen schon seit Jahren in unserer Analyse kontinuierlich vorne.“

Die Kandidaten für den Titel „Beste Fondsmanager 2025“ mussten mehrere Bedingungen erfüllen. Die Grundvoraussetzung: Ihre Fonds gehörten bei der Performancewertung der Ratingagentur Scope in ihrem Segment zu den besten in Deutschland handelbaren Fonds in der Drei-Jahres-Wertung bis Ende Juni 2025.

Dabei wurden sie an der Outperformance zum Durchschnitt aller Fonds gemessen, die im selben Anlageuniversum aktiv sind – der sogenannten Peergroup. Zudem sollten die Fonds und die Fondsmanager bei den Rating-Agenturen Citywire, Scope sowie Morningstar oder bei einer Umfrage unter 240 Fondsgesellschaften und ihren Fondsmanagern positiv erwähnt werden. Schließlich wurden nur Fonds mit einer Mindestanlagesumme von höchstens 10.000 Euro berücksichtigt.

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Kategorie für Small Caps

Eine wesentliche Änderung gegenüber dem Vorjahr: Erstmals gab es für jedes Aktiensegment zwei Unterkategorien – Large Caps sowie Small und Mid Caps. Der Grund: „Die großen Unternehmen haben in allen Märkten in den vergangenen drei Jahren deutlich besser abgeschnitten als kleine und mittlere Unternehmen“, erklärt Huchzermeier. „Die Qualität eines Managers wird aber am deutlichsten erkennbar, wenn man ihn an seinen unmittelbaren Konkurrenten misst. Deshalb ist der prozentuale Unterschied zu diesen Konkurrenten wichtiger als die absolute Performance.“

Ohne diese neue Unterscheidung hätte es kaum ein Small- und Mid-Cap-Manager unter die 25 Besten geschafft – dabei schlagen sie ihre Benchmark viel häufiger als die Large-Cap-Investoren.

Die Nationalität der Fondsmanager spielt bei den Bewertungen des HRI seit dem vergangenen Jahr keine Rolle mehr. Allerdings zeigt sich erneut, dass hiesige Fondsexperten in der Kategorie „Aktien Deutschland“ im Vergleich zur internationalen Konkurrenz besonders stark abschneiden. Ein Grund dafür ist die geringere Konkurrenz bei den Länderfonds, ein anderer der enge Kontakt zu den Unternehmen. Auffällig ist aber auch die Konstanz der deutschen Top-Fondsmanager.

Rund die Hälfte war schon im Vorjahr im Ranking vertreten, darunter der zweitplatzierte Dirk Viebahn mit dem Monega Germany und Vorjahressieger Patrick Hussy mit dem Sentix Fonds Aktien. Der diesjährige Spitzenreiter Jörg Hoppe konnte mit seinem Meag Proinvest den Durchschnitt der Deutschlandfonds-Manager sogar um rund 7,5 Prozentpunkte übertreffen und erreichte eine Drei-Jahres-Performance von im Jahresschnitt über 22 Prozent.

240
Fondsgesell­schaften
nahmen an der Umfrage zur ­Ermittlung der ­besten ­Fondsmanager teil. Quelle: Handelsblatt Research Institute

Solche Rekorde waren in den vergangenen drei Jahren mit kleineren Firmen nicht möglich. Der MDax und der SDax blieben deutlich hinter der ersten deutschen Liga Dax zurück. Aber innerhalb der Small- und Mid-Cap-Kategorie gab es deutliche Unterschiede. So übertraf der diesjährige Top-Performer Christoph Frank mit seinem DWS Concept Platow den Durchschnitt der Kategorie um 7,2 Prozentpunkte. Besonders auffällig: Unter den Nebenwerte-Managern findet man über lange Zeiträume dieselben Namen wie etwa Raik Hoffmann und Martin Wirth mit ihrem FPM Stockpicker Germany.

Björn Glück von der Frankfurter Fondsboutique Lupus alpha schaffte es mit dem Lupus alpha Smaller German Champions sogar seit Beginn der Auswertung und damit zum sechsten Mal in Folge unter die besten Fondsmanager seiner Kategorie. „Sorgfältige Recherche und gezieltes Stock-Picking sind bei Small und Mid Caps entscheidend“, sagt Glück. „Damit kann man in diesem Segment die Benchmark dauerhaft übertreffen.“

Wie bei den Deutschlandfonds ist auch bei den Europafonds die durchschnittliche Performance im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. „Hier macht sich bemerkbar, dass Europas Börsen in den vergangenen zwölf Monaten nach langer Zeit wieder mit den US-Börsen konkurrieren konnten“, sagt HRI-Experte Huchzermeier. Der Peergroup-Durchschnitt erreichte bereits über drei Jahre ein durchschnittliches jährliches Plus von rund 10,5 Prozent. Die auch in der Vergangenheit überdurchschnittlich erfolgreichen Dirk Enderlein mit dem Wellington Strategic European Equity, Oliver Kelton mit dem Ardtur European Focus oder das Team vom Brandes European Value schnitten noch weit besser ab und kratzten an der Marke von 20 Prozent pro Jahr.

Noch besser entwickelte sich der Alken European Opportunities. Die Fondsmanager Nicolas Walewski und Marc Festa erzielten 22 Prozent pro Jahr und übertrafen damit nicht nur die Peergroup, sondern auch den Stoxx Europe 600 bei Weitem. Noch stärker präsentierte sich die 2005 gegründete britische Fondsboutique im Segment der Small und Mid Caps. Mit dem Alken Small Cap Europe erzielten die beiden Fondsmanager – auch dank frühem Fokus auf Rüstungswerte – ein jährliches Plus von 25 Prozent und ließen selbst die besten Konkurrenten um mehr als zehn Prozentpunkte pro Jahr hinter sich.

Champions der Königsklasse

Internationale Aktienfonds gelten als Königsklasse unter den Fondsmanagern. Entsprechend groß ist die Konkurrenz. Um unter die Top-Performer zu kommen, mussten die Fondsmanager ihre Peergroup um mehr als sechs Prozentpunkte pro Jahr überbieten. Besonders gut gelang das Sanjay Ayer und Michael Hayward mit dem WCM Select Global Growth und vor allem dem deutschen Technologiespezialisten Jan Beckers und seinem Co-Fondsmanager Carlos Bielsa. Sie schafften mit ihrem Bit Global Leaders eine Performance von beeindruckenden 30 Prozent pro Jahr.

Die Spitzenpositionen verdanken die beiden Fonds, die im vergangenen Jahr noch nicht vertreten waren, vor allem der Technologierally der letzten drei Jahre. Anleger müssen mit hoher Volatilität rechnen. Im Börsenjahr 2022 waren beide Fonds zwischenzeitlich um mehr als 50 Prozent eingebrochen. Diese Schwächeperiode fiel diesmal weitgehend aus der Wertung.

Im Vergleich zu Industriestaaten ist das Wachstum in Emerging Markets deutlich höher.
Baki Irmak
The Digital Leaders Fund

Vor Rückschlägen besser gefeit sind vermutlich Investoren, wenn sie auf Fondsmanager vertrauen, die auch schon im vergangenen Jahr unter den Ausgezeichneten waren. Das gelang jedoch nur vier Fonds und deren Verantwortlichen. Dazu gehören das mehrköpfige Management-Team vom Robeco QI Global Developed Active, Alessandro Dicorrado mit dem Ninety One GSF Value und vor allem Joe Dowling, der mit seinem Invesco Global Founders & Owners Fund 23,2 Prozent pro Jahr erzielte. Auch der Human Intelligence von Frank Termathe und Volker Schilling wurde erneut ausgezeichnet. Sie verfolgen einen speziellen Ansatz: „Unser Fonds investiert in die besten Ideen der besten Fondsmanager“, erklärt Volker Schilling.

Langzeitstudien der Harvard Business School und der London School of Economics würden zeigen, dass der Erfolg von exzellenten Fondsmanagern oft durch ihre im Vergleich zur Benchmark besonders hoch gewichteten Aktien generiert werde. Diese Aktien filtern Termathe und Schilling mit einem Algorithmus heraus und gewichten sie nach einem Scoring im Fonds. Regelmäßig wird die Auswahl überprüft. „So waren wir zu Beginn stark in Technologieaktien investiert, dann später in chinesischen Werten und Ölaktien und seit geraumer Zeit in Goldminenaktien. Seit Auflage des Fonds im Jahr 2021 schlägt er regelmäßig den MSCI World Index und erzielte im geprüften Dreijahreszeitraum eine jährliche Rendite von knapp 17 Prozent. Eine ähnliche Performance gelang auch Nick Sheridan mit seinem Janus Henderson Global Smaller Companies. Er übertraf den Durchschnitt der Fondskollegen dabei fast um elf Prozentpunkte.

Methodik
Das Handelsblatt Research Institute hat die renommiertesten Fondsmanager in den Kategorien „Aktien Deutschland“, „Aktien Europa“, „Aktien Welt“, „Aktien Emerging Markets“ und „Aktien Japan“ gekürt. Die Kategorien sind unterteilt in die Peergroups „Aktien“ und „Aktien Mid/Small Caps“. In der Peergroup „Aktien Mid/Small Caps“ müssen die Fonds dauerhaft zu mindestens 50 Prozent in kleinere und mittlere Unternehmen investieren. In jeder Kategorie wurden die Top-25 Fonds ausgezeichnet.
Die Auswahl der Gewinner basiert auf der Performance-Wertung der Ratingagentur Scope in der Peergroup, den Bewertungen durch Fondsratingagenturen und einer Umfrage unter rund 240 Fondsgesellschaften. Die Performance-Wertung basiert auf der Outperformance der Fonds gegenüber dem Durchschnitt ihrer jeweiligen Peergroup (3 Jahre p.a. zum 30.6.2025). Ausgezeichnet wurden nur aktiv gemanagte Fonds, die in Deutschland von Privatanlegern handelbar sind. Das Mindestinvestment bei der Erstanlage darf maximal 10.000 Euro betragen. Sollten Fondsmanager innerhalb einer Peergroup mit mehreren Fonds vertreten sein, wird der Fonds mit der besten Performance gewertet.

Auch die Emerging-Markets-Fonds, die bei der Auswertung im Jahr 2024 noch im Durchschnitt rote Zahlen geschrieben hatten, konnten sich in diesem Jahr deutlich erholen. Im Durchschnitt erreichten die Manager jetzt immerhin knapp fünf Prozent pro Jahr. „Diese Verbesserung lag vor allem an der Markterholung in China, wo die Aktien nach langer Baisse wieder anzogen“, erklärt Dennis Huchzermeier. Rund die Hälfte der Fondsmanager im Emerging-Markets-Sektor waren auch schon im Vorjahr ausgezeichnet worden. Auch die letztjährigen Performancesieger Stefan Böttcher und Dominic Bokor-Ingram mit ihrem Fiera Oaks Emerging Markets Select konnten sich erneut in der Bestenliste platzieren.

Gordon Fraser und Samuel Vecht erreichten nach dem guten Vorjahresergebnis mit ihrem BSF Emerging Markets Equity Strategies und einer Outperformance von fast zehn Prozentpunkten pro Jahr sogar den zweiten Platz. Noch einmal 3,5 Punkte besser pro Jahr schnitt jedoch der Emerging Markets Digital Leaders von Steffen Gruschka und Baki Irmak als diesjähriger Sieger ab. Analog zum The Digital Leaders Fund, der unter den Weltfonds ausgezeichnet wurde, setzt die Emerging-Markets-Variante ebenfalls auf die Gewinner der digitalen Disruption.

In diesem Jahr profitierte der Fonds besonders von der Aufholjagd der Technologiewerte in China und Lateinamerika. „Im Vergleich zu den Industriestaaten ist das Wachstum in den Emerging Markets deutlich höher und die Adaption digitaler Technologien schneller“, erläutert Baki Irmak. „Auch die Bewertung der lokalen digitalen Marktführer wie Alibaba, Tencent oder Mercado Libre ist deutlich niedriger als bei Amazon, Meta oder Alphabet. Vieles spricht dafür, dass die Rally in den Emerging Markets nach Jahren der Underperformance weitergeht.“

Später Aufschwung in Japan

Japan hatte eine noch längere Dürrephase als die Emerging Markets. Erst Ende 2024 durchbrach der Leitindex Nikkei sein 35 Jahre zuvor aufgestelltes Allzeithoch. Seitdem jedoch schreitet er weiter voran. Über die vergangenen drei Jahre konnten die Large-Cap-Manager in Japan im Durchschnitt so jährlich gut neun Prozent Rendite erzielen. Für den Eintritt in die Top-Manager-Liste war etwas mehr nötig. David Mitchinson und James Salter schafften mit dem Zennor Japan als Ranglistendritte 15,8 Prozent pro Jahr. Katsushi Ishikawa erreichte mit dem MSIF Japanese Equity als zweiter 17,5 Prozent jährlich.

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Das konnten Harald Staudinger und sein Kernteam mit über 25 Jahren Investmenterfahrung in japanischen Aktien mit 23,6 Prozent pro Jahr locker toppen – auch ohne Schwerpunkt auf volatile Technologiewerte. „Wir investieren im Aspoma Japan Opportunities in unterbewertete Unternehmen“, sagt der österreichische Fondsmanager. „Sie müssen eine nachhaltige hohe operative Rendite aufweisen, die Nettoliquidität sollte mindestens 60 Prozent des Börsenwertes ausmachen und es sollten Katalysatoren für eine Aufwertung vorliegen.“ Mit dieser defensiven Ausrichtung hat Staudinger nicht nur das beste Anlageergebnis erzielt – der Aspoma Japan Opportunities gehört gleichzeitig auch zu den schwankungsärmsten Japan-Fonds.

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