Haushalt: Warum die Raumfahrt vom Schuldenhaushalt nicht profitieren wird
Berlin, Düsseldorf. Anfang August sorgte Dorothee Bär (CSU) für Jubel in der Raumfahrt-Community. Im kommenden Jahr, so ließ die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt verkünden, werde es richtig viel Geld geben: Eine halbe Milliarde Euro und damit doppelt so viel wie bisher sei für das deutsche Raumfahrtprogramm reserviert und rund 1,1 Milliarden Euro für die Europäische Weltraumorganisation (Esa). Geld, das wie in der Vergangenheit über Missionen und Aufträge zurück an deutsche Unternehmen fließt.
Die Enttäuschung folgte auf dem Fuße. Denn im Haushaltsentwurf 2026 finden sich statt der insgesamt versprochenen 1,6 Milliarden Euro lediglich 282 Millionen Euro für das nationale Programm und weniger als eine Milliarde Euro für die Esa. In der Branche ist von einem „fatalen Signal“ die Rede.
Dabei will die neue Bundesregierung ein Zeichen setzen. Erstmals hat Deutschland eine Ministerin, die „Raumfahrt“ sogar im Titel trägt. Der Umstand hat große Erwartungen geweckt – zumal sich die europäischen Raumfahrtnationen, vereint in der Esa, nach 20 Jahren erstmals wieder in Deutschland treffen werden.