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Märkte AsienAnleger in Asien nach Powell-Rede vorsichtig

Die Aktienmärkte in Asien wurden von der Unsicherheit über den künftigen Zinskurs der Fed belastet. Auftrieb lieferten Anzeichen für eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. 24.09.2025 - 09:50 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Anleger in Asien sind zum Wochenstart vorsichtig. Foto: Reuters

Frankfurt. Die Unsicherheit über den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Aktienmärkte in Asien belastet. Zuvor hatten Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell, die wenig Aufschluss über den weiteren geldpolitischen Pfad gaben, die Wall Street ins Minus gedrückt. „Powell hat in seiner Rede betont, dass die kurzfristigen Risiken für die Inflation eher nach oben und für die Beschäftigung eher nach unten gerichtet sind“, schrieben die Analysten von Westpac. Dies verdeutliche die Herausforderungen für die Fed, ihr doppeltes Mandat aus Preisstabilität und Vollbeschäftigung im aktuellen Umfeld auszubalancieren.

Zudem nährten Konjunkturdaten aus den USA Wachstumssorgen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global zeigte, dass sich die US-Geschäftsaktivität im September den zweiten Monat in Folge verlangsamte. Börsianer rechnen nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 93 Prozent mit einer Zinssenkung bei der Sitzung der US-Notenbank im Oktober.

Für Gegenwind sorgten auch Konjunkturdaten. Die Stimmung in der japanischen Industrie hat sich einer Umfrage zufolge im September so stark eingetrübt wie seit sechs Monaten nicht mehr. Grund dafür ist vor allem ein weiterer Rückgang der Neuaufträge, wie aus einer Unternehmensumfrage von S&P Global hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im September auf 48,4 Punkte von 49,7 Zählern im August.

  • In Tokio machte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index anfängliche Kursverluste wieder wett und stieg um 0,1 Prozent auf 45.547 Punkte.
  • Der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent höher bei 3.170 Zählern.
  • Die Börse Shanghai gewann 0,7 Prozent.
  • Auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen zog um 0,7 Prozent an.

Indes stiegen die Aktien der Alibaba Group sind auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Grund ist die Ankündigung von CEO Eddie Wu, die geplanten Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) über das ursprüngliche Ziel von mehr als 50 Milliarden Dollar hinaus zu erhöhen.

Alibaba will damit im globalen KI-Wettlauf mithalten und setzt verstärkt auf eigene Modelle sowie Infrastruktur wie Chips. Im jüngsten Quartal verzeichnete das Unternehmen ein starkes Wachstum bei KI-Produkten und in seiner Cloud-Sparte.

Zusätzlichen Auftrieb lieferten Anzeichen für eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. China hatte am Dienstag angekündigt, auf die Vorteile zu verzichten, die es aus seinem Status als Entwicklungsland bei der Welthandelsorganisation (WTO) zieht. „Dies beseitigt im Wesentlichen einen Streitpunkt zwischen den USA und China und ist ein Zeichen dafür, dass beide Seiten versuchen, die Beziehungen zueinander zu verbessern“, schrieben die Analysten von Maybank.

rtr
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