Energiewende: Stadtwerke sehen Kosten und Rechtslage für Wärmepläne kritisch
München. Bei der Wärmeplanung geht es in vielen Kommunen Deutschlands zwar zügig voran, aber die Unsicherheiten bei den Stadtwerken bezüglich der Kosten und rechtlichen Rahmenbedingungen sind groß. Das zeigen die Antworten von mehr als 600 Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern bei einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU).
Bis Mitte 2026 und 2028 müssen die Wärmepläne vorliegen. 50 Prozent der befragten Stadtwerke erarbeiten diese für ihre Kommune. Und 91 Prozent gehen aktuell davon aus, dass ihre Pläne rechtzeitig fertig werden. Ein großer Teil plant für die Zukunft mit einer Kombination aus Fernwärme und Wärmepumpen. Grüne Gase wie Wasserstoff spielen nur eine Nebenrolle. Lediglich bei zehn Prozent der befragten Unternehmen ist aktuell noch alles offen.
Skeptisch zeigen sich viele, was die Kosten und rechtlichen Rahmenbedingungen angeht. 82 Prozent der befragten Stadtwerke finden das Ganze für die Wirtschaft und die Bürger zu teuer. Zwei Drittel halten die Finanzierung zudem für unzureichend und mehr als die Hälfte die Rechtslage für unklar – besonders mit Blick auf die noch offene Novelle des Gebäudeenergiegesetzes.