Immobilien: Warum werden die Wohnträume der Deutschen immer bescheidener?
München. Geringes Wohnraumangebot, steigende Preise, globale Krisen: Wenn es um die Immobiliensuche geht, üben sich die Deutschen in neuer Bescheidenheit. Zugleich nimmt jedoch die Bedeutung der eigenen vier Wände als Rückzugsort und Schutzraum zu. Das ist das Ergebnis der am Donnerstag vorgestellten Interhyp-Wohntraumstudie 2025.
„Die Menschen wagen kaum mehr zu träumen – und wenn sie träumen, werden die Träume zunehmend pragmatischer und auf Funktionalität ausgerichtet“, sagt Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin des Baufinanzierers.
93 Prozent der Befragten wünschen einen sicheren Rückzugsort in Krisenzeiten: „Je unüberschaubarer die Außenwelt, umso größer wird das Bedürfnis nach Kontrolle und Selbstwirksamkeit in den eigenen vier Wänden“, beobachtet Mirjam Mohr.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Wunsch nach einem schönen Zuhause um zwei Prozentpunkte verstärkt. 97 Prozent der Befragten ist das mittlerweile wichtig. Nur der Wunsch nach körperlicher und seelischer Gesundheit steht mit 98 Prozent noch darüber.
Veränderungen zeichnen sich auch bei der Wohnform ab. Zwar steht das freistehende Einfamilienhaus noch immer an erster Stelle. Im Vergleich zur Erhebung vor einem Jahr hat es jedoch zwei Prozentpunkte verloren. Die gewöhnlich hohen Preise dieser Objekte dürften manchen Interessierten von einem möglichen Kauf abgebracht haben.