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Künstliche IntelligenzEx-Bundesbankchef warnt vor „KI-Aristokratie“

Axel Weber sagt eine neue KI-Elite voraus. Die Technologie könnte den Arbeitsmarkt stark verändern. Auch die Branche und die Politik beschäftigen mögliche Verwerfungen. 24.10.2025 - 11:05 Uhr Artikel anhören
Der ehemalige Chef der Bundesbank prognostiziert einschneidende Verwerfungen auf dem Jobmarkt. Foto: Bloomberg

Shanghai. Wird die Gesellschaft wegen Künstlicher Intelligenz noch ungleicher? Diese Befürchtung äußerte der ehemalige Bundesbank-Chef Axel Weber am Freitag im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Shanghai.

Die bevorstehenden Umwälzungen durch künstliche Intelligenz würden für Weber den Aufstieg einer neuen globalen Elite einläuten. „Ähnlich wie die Tech-Aristokraten und Milliardäre werden wir auch KI-Aristokraten sehen“, erläutert der ehemalige Notenbanker und Ex-Vorsitzende der UBS Group.

Denn Weber fürchtet, dass die Technologie zu massiven Arbeitsplatzverlusten führen. Und gleichzeitig die Ungleichheit zwischen denjenigen, die mit KI arbeiten können, und denen, die möglicherweise durch die Technologie ersetzt werden können, zu vergrößern.

Eine weitere Belastung für den Sozialstaat

Um der Gefahr einer Verschärfung der Ungleichheit entgegenzuwirken, forderte Weber die Regierungen auf, Maßnahmen zu entwickeln, die Arbeitnehmern eine Umschulung ermöglichen und ihre Volkswirtschaften an den Wandel anpassen, anstatt einfach nur die Branche zu besteuern.

„Wenn wir hier Fehler machen, werden meiner Meinung nach viel mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren als bei allen bisherigen allgemeinen Technologien, die erfunden wurden“, sagte er.

Weber’s Äußerungen spiegeln die weltweit wachsende Sorge wider, dass KI den Arbeitsmarkt erschüttern könnte. Auch Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) warnte Anfang des Jahres vor einer wachsenden Ungleichheit, die das europäische Sozialmodell untergraben könnte.

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Selbst einige der lautstärksten Befürworter der KI haben inzwischen die Risiken erkannt. Sam Altman, CEO von OpenAI, der einst sagte, die Technologie könne dazu beitragen, die globale Ungleichheit zu verringern, schrieb im Februar in seinem persönlichen Blog, dass „die langfristigen Veränderungen für unsere Gesellschaft und Wirtschaft enorm sein werden“.

„Es scheint, als könnte das Kräfteverhältnis zwischen Kapital und Arbeit leicht aus dem Gleichgewicht geraten, was möglicherweise frühzeitige Maßnahmen erforderlich macht“, so Altman.

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Auch in Asien setzt sich die Politik mit der Frage auseinander, wie man diesen Dynamiken begegnen kann. In China haben sich politische Berater dafür ausgesprochen, ein Gleichgewicht zwischen der Entwicklung der Technologie und der Verhinderung von Massenentlassungen zu finden.

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