Schaden: Falsch entsorgte Akkus werden für Recyclinghöfe zum Problem
Düsseldorf. Die Ursachen der Brandkatastrophen sind meist winzig, die Schäden dafür immens. Eine Hunderte Meter hohe Rauchsäule überschattete Mitte Mai die Autobahn 61 zwischen Köln und Koblenz. Vier Tage lang löschten Feuerwehren die Glutnester in einem nahegelegenen Recyclinghof, Versicherungen schätzten den Schaden auf zwei Millionen Euro.
In der Voreifel-Gemeinde Swisttal war eine Müllentsorgungsfirma in Brand geraten, nachdem deren Zerkleinerungsanlage einen im Gelben Sack entsorgten Lithium-Ionen-Akku geschreddert hatte – Batterien, wie sie in Handys, elektrischen Zahnbürsten oder E-Zigaretten verbaut sind. Im Anschluss entzündete die energiereiche Chemikalie etwa 600 Tonnen Verpackungsabfall.
Kaum zwei Monate später erhielten die umliegenden Anwohner erneut eine Warnmeldung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sicherheitshalber Fenster und Türen unter Verschluss zu halten. Zum zweiten Mal innerhalb von nur acht Wochen stand der Recyclinghof in Flammen – aus demselben Grund wie Mitte Mai, vermutete der Anlagenbetreiber.
Die Feuerschäden durch unachtsam entsorgte Mini-Akkus, die Verbraucher eigentlich zu speziellen Batterie-Sammelstellen bringen müssen, häufen sich. Schon im vergangenen Jahr habe es allein in Nordrhein-Westfalen mehrere Dutzend solcher Feuer gegeben, heißt es von der Düsseldorfer Landesregierung.