Geldanlage: Was die Frühstartrente für das Sparen mit Kinderdepots bedeutet
Köln. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas wirbt für die sogenannte Frühstartrente. „Wir müssen den jungen Menschen das Signal geben, dass wir auch für sie die Rente in Zukunft sicher machen“, sagt sie. Der Plan der Bundesregierung: Ab 2026 sollen Kinder zwischen sechs und 18 Jahren monatlich zehn Euro staatlichen Zuschuss auf ein Altersvorsorgekonto erhalten. Damit sollen sie früh an den Kapitalmarkt herangeführt werden. Banken, Neobroker und Fintechs haben das Thema längst aufgegriffen und bieten bereits Kinderdepots an.
Die Anbieter wollen Eltern die Geldanlage für den Nachwuchs schmackhaft machen – und idealerweise schon heute künftige Kundinnen und Kunden gewinnen. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov und der Deutschen Presse-Agentur sparen 30 Prozent der Eltern für ihre Kinder. 41 Prozent tun das nicht; der übrige Teil der Befragten hat keine Kinder.
Frühes Investieren wirkt. Durch den Zinseszinseffekt wächst das Vermögen über die Jahre deutlich über die reinen Einzahlungen hinaus – selbst kleine Beträge helfen. Auf die monatlichen zehn Euro der Frühstartrente allein sollten sich Eltern aber nicht verlassen, sagt Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Sein Rechenbeispiel: Wer ab dem sechsten Lebensjahr die staatliche Zahlung nutzt und in einen weltweit gestreuten, günstigen ETF investiert, hat bei einer angenommenen Rendite von 7,5 Prozent zum 18. Geburtstag bereits 2257 Euro im Depot.