Einfaches Bauen: Eckpunkte für „Gebäudetyp E“ vorgestellt
München. Einfaches, innovatives und kostengünstiges Bauen soll erleichtert werden. Das verspricht ein 13-seitiges Eckpunktepapier für den sogenannten Gebäudetyp E, das Bauministerin Verena Hubertz (SPD) und Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstag vorstellten.
Derzeit muss die Baupraxis einen hohen Baustandard und zahlreiche anerkannte Regeln der Technik einhalten. Der Gebäudetyp E soll künftig das Abweichen von üblichen Baustandards erleichtern und den Vertragsparteien einfach und rechtssicher entsprechende Vereinbarungen ermöglichen.
Damit könnte man sowohl beim Neubau als auch im Bestand auf teure Standards verzichten, die nicht unbedingt notwendig sind – ohne dass Qualität und Sicherheit beeinträchtigt werden. Als Beispiele werden etwa der Verzicht auf Keller, Tiefgarage, Stellplätze, Aufzug oder eine mechanische Be- und Entlüftung genannt.
„Wir gewinnen die Freiheit zurück, innovative und wirtschaftliche Lösungen einzusetzen, ohne uns sklavisch an zahlreiche kostentreibende DIN-Normen halten zu müssen“, kommentierte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, das Papier. Wo im Detail gespart werden soll und wo nicht, lesen Sie hier.