Energie: Diese Studie zeigt 53 Standorte für Fusionskraftwerke
Berlin. Eine Studie der Technischen Universität München (TUM) hebt 53 Standorte in Deutschland als potenziell geeignet für den Bau eines Fusionskraftwerks hervor. Die Liste reicht von Bremerhaven über Hamburg und das Ruhrgebiet bis nach Bayern. In Auftrag gegeben hat die Studie das Green-Energy-Unternehmen Gauss Fusion. Sein Ziel ist der Bau eines Fusionsreaktors.
Zu den Bewertungskriterien bei der Auswahl der potenziellen Standorte zählten geologische, seismologische und meteorologische Bedingungen, der Zugang zu bestehenden Stromnetzen und die Möglichkeit der Nutzung von Kühl- und Abwärme.
Als besonders geeignet erwiesen sich in vielen Fällen ehemalige Standorte von Kern- und Kohlekraftwerken, die der Studie zufolge aufgrund ihrer Anbindung ans Stromnetz und der Flächengröße eine kosteneffiziente Basis für den Aufbau von Fusionskraftwerken bieten.
Die Studie liefere die Daten, mit denen man Standorte systematisch, transparent und faktenbasiert bewerten könne, hieß es bei Gauss Fusion. Die TUM hat nicht nur mögliche Standorte in Deutschland bewertet, sondern auch potenzielle Standorte in Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Tschechien ausgewählt.