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KlimaschutzWie eine EU-Regelung Unternehmen an ihre Grenzen bringen könnte

Zum Jahreswechsel geht der CO2-Grenzausgleich vom Testmodus in den echten Betrieb: Es wird Geld fällig. Unternehmen stehen vor ungeklärten Fragen. Sie sehen enorme Kostenrisiken.Olga Scheer, Klaus Stratmann 26.11.2025 - 15:19 Uhr Artikel anhören
Aluminumrollen in einem Werk in Serbien: Wer ab 2026 bestimmte Metalle aus dem Nicht-EU-Ausland importiert, muss zahlen. Foto: Bloomberg

Berlin, Brüssel. Die Einführung des CO2-Grenzausgleichs birgt nach Ansicht von Unternehmen Probleme und finanzielle Risiken. Rainer Rohloff, Prokurist des Frankfurter Aluminiumhändlers ETF Group, kritisiert: „Wir stehen als mittelständisches Unternehmen vor Kostenrisiken, die leicht mehrere Hunderttausend Euro ausmachen können.“ Das sei eine Zumutung.

Die EU-Kommission bestehe darauf, den CO2-Grenzausgleich einzuführen, obwohl ganz wesentliche Bedingungen ungeklärt seien, sagt Rohloff. Das führe zu enormen Unsicherheiten. Rohloff: „Ich bin seit 30 Jahren im Geschäft. Eine derart unausgereifte Regelung, die einen solchen Bürokratieaufwand mit sich bringt und zudem noch ein immenses Kostenrisiko birgt, habe ich noch nicht erlebt.“

ETF importiert Aluminiumprodukte – etwa Bleche, Platten, Folien und Stangen – aus dem Nicht-EU-Ausland. ETF steht stellvertretend für mehrere Hundert Unternehmen in Deutschland, für Importeure von Aluminium, Eisen, Stahl oder Düngemittel. All diese Produkte werden vom CO2-Grenzausgleich erfasst.

Das Prinzip hinter dem CO2-Grenzausgleich, im Fachjargon „Carbon Border Adjustment Mechanism“ (CBAM) genannt: Importeure zahlen einen Aufschlag auf Produkte, die sie aus dem Nicht-EU-Ausland in die EU einführen.

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