Nikkei, Topix & CSI 300: Chinesische Börsen schließen im Plus – Nikkei unter Druck
- Die Börse in Shanghai legte um 0,7 Prozent auf 3914 Punkte zu.
- Der CSI-300-Index, der die größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland enthält, stieg um 1,1 Prozent auf 4576 Punkte.
- Der japanische Nikkei-Index gab um 1,9 Prozent auf 49.316 Punkte nach.
- Der breiter gefasste Topix verlor hingegen nur 1,2 Prozent und schloss bei 3338 Punkten.
Überraschend trübte sich die Stimmung in der chinesischen Industrie im November ein. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel im November auf 49,9 Punkte und signalisierte damit einen leichten Rückgang der Fabrikaktivität.
„Obwohl die neuen Exportaufträge im November anzogen, konnte dieser Trend die schleppende Lage im verarbeitenden Gewerbe nicht umkehren“, sagte Yao Yu, Gründer von RatingDog. Für Anleger könnten die schwachen Konjunkturdaten jedoch eine gute Nachricht sein. „Gleichzeitig haben die Daten aus China neue Hoffnungen auf Konjunkturmaßnahmen geweckt“, sagte Charu Chanana, Chefstrategin bei der Saxo Bank.
In Tokio belasteten hingegen Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BOJ) die Stimmung. Äußerungen von Notenbankchef Kazuo Ueda hatten die Renditen für japanische Staatsanleihen auf ein 17-Jahres-Hoch getrieben und den Yen gestärkt, was exportorientierte Werte unter Druck setzte. „Es gab kaum große marktbewegende Impulse, aber der Markt reagierte auf die steigenden Renditen und den Anstieg des Yen gegenüber dem Dollar“, sagte der Stratege Kazuaki Shimada von IwaiCosmo Securities.