Bayer: US-Regierung unterstützt den Pharmakonzern im Glyphosat-Streit
Düsseldorf. Die Bayer AG hat einen wichtigen Erfolg im milliardenschweren Rechtsstreit um mögliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup erzielt. Die US-Regierung unterstützt die Klage des Konzerns vor dem obersten US-Gericht, wie das Weiße Haus am Montag bekannt gab. Ein Urteil des Supreme Court könnte Bayer auf einen Schlag von der Klagewelle weitgehend befreien.
Der Generalanwalt der US-Regierung hat das Gericht aufgefordert, den Fall anzunehmen und für rechtliche Klarheit zu sorgen. Die Richter hatten zuvor um seine Einschätzung gebeten und folgen in der Regel seiner Empfehlung. Wird die Klage zugelassen, hat Bayer gute Chancen auf eine für den Konzern positive Entscheidung.
Die Glyphosat-Klagewelle ist seit Jahren eines der zentralen Probleme von Bayer und hat den Aktienkurs schwer belastet. Anleger sehen eine Lösung in dem Rechtsstreit jetzt offenbar greifbar nahe.
Die Bayer-Aktie zog zum Handelsstart am Dienstag um fast 15 Prozent auf bis zu 35 Euro an. Das ist das höchste Niveau seit Anfang 2024 und der stärkste Kurssprung seit zwei Jahrzehnten. Am Nachmittag lag das Papier noch etwa 12,5 Prozent im Plus.