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LeitzinsUS-Notenbanker sieht derzeit keinen Bedarf für Zinssenkung

Neel Kashkari, Chef des Notenbankbezirks von Minneapolis sagt, er sehe keinen Anreiz, die Zinsen im Januar zu senken. Eine Kollegin von ihm äußert sich ähnlich. 14.01.2026 - 16:58 Uhr aktualisiert Artikel anhören
US-Notenbanker Kashkari: Aktuell sei es „viel zu früh“ für eine Zinssenkung, allerdings könnte sie im Laufe des Jahres möglich sein, sagt er. Foto: imago/ZUMA Press

Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer raschen weiteren Zinssenkung findet in der unabhängigen Notenbank bislang wenig Widerhall. Der Chef des Notenbankbezirks von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte der „New York Times“ vom Mittwoch, er sehe keinen Anreiz, die Zinsen im Januar zu senken. Er fügte hinzu, es sei „viel zu früh“ für eine Zinssenkung, die im Laufe des Jahres allerdings möglich sein könnte.

Kashkaris Kollegin aus Philadelphia, Anna Paulson, äußerte sich ähnlich: Eine Zinssenkung sei im Jahresverlauf denkbar, wenn die Inflation zurückgehe, sich der Jobmarkt stabilisiere und das Wirtschaftswachstum um die zwei Prozent betrage.

Notenbankdirektor Stephen Miran äußerte hingegen Sympathie für einen weiteren Lockerungskurs: Die Deregulierungsbemühungen der Trump-Regierung würden den Inflationsdruck senken und seien ein weiterer Grund für die US-Notenbank, die Zinsen zu senken, sagte er in einer Rede vor einem Wirtschaftsforum in Griechenland.

Die Federal Reserve hatte den Leitzins im Dezember um einen Viertelprozentpunkt auf die aktuelle Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Miran hatte für einen größeren Zinsschritt im Umfang von einem halben Punkt votiert. Der Ökonom gilt als Vertrauter Trumps, der die Fed immer wieder zu sehr großen Zinssenkungen auffordert. Der nächste Zinsentscheid der Fed steht am 28. Januar an.

Trump wirft US-Zentralbankchef Jerome Powell Unfähigkeit vor. Jüngst forderte er ihn erneut auf, die Zinsen deutlich zu senken. Die zunehmenden Spannungen zwischen Powell und Trump haben allerdings dazu geführt, dass die meisten Ökonomen nicht mit einer Zinssenkung vor dem Ende von Powells Amtszeit im Mai rechnen.

Die US-Regierung hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Powell eingeleitet, die der Fed-Chef als „Vorwand“ bezeichnete, die Leitzinsen zu beeinflussen. Das sieht auch Kashkari ähnlich: Die Drohungen von Trump gegen die Zentralbank im vergangenen Jahr hätten „im Wesentlichen mit der Geldpolitik zu tun“.

rtr
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