Künstliche Intelligenz: Londons Bürgermeister warnt vor Massenarbeitslosigkeit durch KI
London. Londons Bürgermeister Sadiq Khan warnt vor gravierenden Folgen der Künstlichen Intelligenz für den Arbeitsmarkt der britischen Hauptstadt. Ohne entschlossenes Eingreifen der Regierung drohe KI „eine neue Ära der Massenarbeitslosigkeit“ einzuleiten, wird Khan in einem Bericht der „Financial Times“ zitiert.
Der Arbeitsmarkt der britischen Hauptstadt hänge von wissensintensiven Branchen wie Finanzdienstleistungen oder Kreativwirtschaft ab. Ohne politische Maßnahmen würden bestehende Jobs schneller verschwinden, als neue entstünden, so Khan. Betroffen seien vor allem Einstiegspositionen – und damit junge Menschen am Beginn ihrer Karriere.
Mit einer Taskforce zu KI und der Zukunft der Arbeit, an der Vertreter aus Wirtschaft und Regierung beteiligt sind, will die Stadt gegensteuern. Zudem sollen kostenlose KI-Schulungen für Londoner angeboten werden. Laut einer Umfrage der Stadtverwaltung erwarten rund 50 Prozent der Beschäftigten in London, dass KI ihre Arbeit innerhalb der nächsten zwölf Monate beeinflussen wird.
Khan betont zugleich das Potenzial der Technologie: KI könne öffentliche Dienstleistungen verbessern, die Produktivität steigern und bei der Lösung komplexer Probleme helfen. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt seien jedoch „nichts weniger als gewaltig“.