Büroimmobilien: Behörden stabilisieren die Nachfrage nach Büroflächen
Düsseldorf. Die öffentliche Verwaltung ist eine wichtige Stütze für die derzeit schwächelnden Büromärkte, zeigt eine Analyse des Immobilienberaters JLL. Demnach haben Behörden in den sieben größten deutschen Bürostandorten seit 2015 pro Jahr im Schnitt 332.000 Quadratmeter Bürofläche angemietet. Damit kommen sie auf einen Anteil zwischen sechs und 14 Prozent am gesamten Flächenumsatz in den Metropolen.
Zudem sorge die öffentliche Verwaltung seit geraumer Zeit für die größten Einzelabschlüsse in einigen Märkten, sagt Miguel Rodriguez Thielen, Head of Office Leasing bei JLL in Deutschland.
So habe zum Beispiel im ersten Halbjahr 2025 das Kölner Jobcenter mehr als 30.000 Quadratmeter angemietet und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Anfang 2024 mehr als 25.000 Quadratmeter in Berlin. Im Schnitt mietet die öffentliche Verwaltung mit 1500 Quadratmetern allerdings deutlich kleinere Flächen an.
Ihre Ansprüche an die Büros haben sich verändert: Zwischen 2015 und 2019 hatten 42 Prozent der angemieteten Flächen der öffentlichen Verwaltung eine besonders hohe Qualität. Seit 2020 ist der Anteil auf 59 Prozent gestiegen. Ein so kräftiges Plus hat es laut JLL in diesem Zeitraum in keiner anderen Mietergruppe gegeben.