Immobilien im Ausland: Eigenkapital ist Trumpf – was bei der Finanzierung eines Ferienhauses zu beachten ist
Für viele Banken lohnt sich die Finanzierung von Ferienimmobilien kaum noch.
Foto: Westend61/Getty ImagesDüsseldorf. Am liebsten hätte das ältere Ehepaar noch während des Mallorca-Urlaubs ein Häuschen auf der Ferieninsel gekauft. Nicht ungewöhnlich, sagt Dieter Neumann, Kooperationspartner der Landesbausparkasse (LBS) Schleswig-Holstein auf Mallorca und dort Ansprechpartner für die deutsche Kundschaft. Neumann hat in 20 Jahren Immobilienvermittlung vor Ort schon viel erlebt, auch deutsche Ferienhausvermittler, die Besichtigungstrips übers Wochenende organisierten.
So wild geht es heute nicht mehr zu. Wenn es allerdings um die Finanzierung geht, gibt es heute wie damals häufig lange Gesichter. „Ein Ferienhaus ist Luxus, und Luxus muss man sich leisten können“, sagt Neumann trocken. Was das bedeutet, zeigt eine aktuelle Marktstudie: 300 000 Euro zahlten Eigentümer im Schnitt für ihre Wohnungen und Häuser in Spanien, hat der Ferienimmobilienvermittler Fewo-direkt in einer Befragung herausgefunden. Wer diesen Betrag mit einem LBS-Darlehen finanzieren will, muss allerdings mindestens die Hälfte aus der eigenen Tasche bezahlen.
Und damit nicht genug: Einen Kredit bei einer deutschen Bank zu bekommen ist für Käufer einer Auslandsimmobilie gar nicht so leicht. Am einfachsten und preisgünstigsten ist es, eine Ferienimmobilie mit einem Darlehen zu finanzieren, für das ein schuldenfreies Gebäude in Deutschland als Sicherheit dient.