Richard Plepler: Ex-HBO-Chef dreht künftig Filme für Apple TV+
Der Ex-HBO-Chef produziert künftig Filme für Apple.
Foto: Bloomberg/Getty ImagesApple TV+ ist im November des vergangenen Jahres an den Start gegangen, die Zahl der Eigenproduktionen ist bisher noch überschaubar. Durch Plepler und seine neue Firma Eden Productions soll sich das nun ändern: Der 60-Jährige wird für Apple exklusiv Filme drehen und Show-Formate entwickeln.
Plepler reiht sich mit seinem Engagement in die Liste namhafter Persönlichkeiten ein, die Apple bereits für den neuen Dienst angeheuert hat. Darunter: die Schauspielerinnen Jennifer Aniston und Reese Witherspoon sowie Hollywood-Regisseur Steven Spielberg und die Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey.
Apple TV+ lief mäßig an – die Kritiken fielen gemischt oder sogar negativ aus. „The Morning Show“ mit Aniston und Steve Carell nahmen die Fans allerdings gut auf. Für die Produktion wurde Apple sogar für den Golden Globe nominiert.
Apple steht unter großem Erfolgsdruck: Zwar ist das iPhone nach wie vor das Kernprodukt des Konzerns, doch die Erlöse gehen stetig zurück, der Markt ist gesättigt. Vom Streaming-Geschäft verspricht sich der US-Konzern neues Wachstum – und investiert daher mehr als sechs Milliarden Dollar in Apple TV+.
Bekannte Gesichter bei Apple
Nach fast 28 Jahren beim amerikanischen Privatsender HBO gab Plepler im Februar seinen Rücktritt bekannt. 2013 war er CEO geworden, unter seiner Führung veröffentlichte HBO Erfolgsproduktionen wie „Games of Thrones“, „Silicon Valley“ und „Ballers“. Die Entscheidung, seinen Posten aufzugbeben, gab der Medienmanager nur wenige Tage nach der 80-Milliarden-Dollar-Übernahme von Time Warner durch den HBO-Mutterkonzern AT&T bekannt.
Bei Apple wird Plepler nun auf bekannte Gesichter treffen: Mit Medienmanager Eddy Cue, den Apple bereits neben Jamie Erlicht und Zack van Amburg 2017 angeheuert hatte, hat er bereits zusammengearbeitet. „Die Shows, die Zack und Jamie produziert haben, ,The Crown' und ,Breaking Bad' gehören zu denen, die ich am meisten bewunderte“, sagt Plepler.
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