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Posten als ChefaufseherKarl-Heinz Streibich soll zur Software AG zurückkehren

Der langjährige Chef der Software AG ist ein Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz – keine zwei Jahre nach seinem Abschied. Christof Kerkmann 24.02.2020 - 17:10 Uhr

Der Manager sitzt schon in fünf Aufsichtsräten.

Foto: Software AG

Düsseldorf. Die Geschichte der Software AG ist von Kontinuität geprägt. So stand Karl-Heinz Streibich 15 Jahre an der Spitze des IT-Konzerns. Seit seinem Abschied vor anderthalb Jahren ist jedoch einiges in Bewegung geraten: Der neue Chef Sanjay Brahmawar hat fast den gesamten Vorstand ausgetauscht.

Nun zeichnet sich auch im Aufsichtsrat eine umfangreiche Neubesetzung ab – die aber womöglich für etwas Kontinuität sorgt. Nach 16 Jahren als Chefaufseher wird sich Andreas Bereczky, 66, nicht wieder zur Wahl stellen, wie er dem Handelsblatt bestätigte. Auf Bereczky könnte ein bekannter Name folgen: Karl-Heinz Streibich, 67.

Einem Bericht des „Manager Magazins“ zufolge will Mitgründer Peter Schnell, der mit seiner Stiftung größter Einzelaktionär der Software AG ist, den Manager zum Aufsichtsratschef machen. Das Unternehmen und Streibich selbst ließen eine Anfrage am Montag unbeantwortet.

Die Mandate der Aufsichtsräte laufen zur Hauptversammlung im Mai aus. Aus Gründen der guten Unternehmensführung trete er nicht noch einmal an, erklärte Bereczky. Auch Alf Henryk Wulf und Eun-Kyung Park wollten sich nicht erneut wählen lassen, so der ehemalige Medienmanager Bereczky. Daher werde das Nominierungskomitee im März Vorschläge für die Neubesetzung machen – dem wolle er nicht vorgreifen.

Streibich prägte die Software AG über Jahre. Er übernahm den Vorstandsvorsitz 2003 in einer schwierigen Situation, als ambitionierte Projekte gescheitert waren und neue Geschäfte nicht in Aussicht standen. Er stabilisierte den Konzern und richtete ihn auf die Digitalisierung aus. Nachhaltiges Wachstum wies der Konzern in den vergangenen zehn Jahren indes nicht aus, 2019 stieg der Umsatz leicht auf 891 Millionen Euro.

Für Streibich wäre es nicht der einzige Posten. Er ist in fünf Aufsichtsräten aktiv, bei der Deutschen Telekom gilt er als Kandidat für die Nachfolge von Chefaufseher Ulrich Lehner. Zudem ist Streibich Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech).

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