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OnlinelernenStudent berichtet aus Studienalltag: „Studium? Läuft bei uns alles online“

Der 22-jährige Schwabe und Student erzählt vom Studienalltag und Onlinelernen in Zeiten des Coronavirus. Lange Semesterferien und Faulenzen sind dabei Fehlanzeige.Barbara Gillmann 25.03.2020 - 03:50 Uhr

Die Vorlesungen im Hörsaal fallen bis zum 19. April aus - doch Online geht der Unterricht an einigen Universitäten weiter.

Foto: dpa

Berlin. Julian Reichenberger (22) studiert Mechatronik an der Hochschule Pforzheim. Er hatte sich schon auf Corona-Ferien gefreut. Daraus wurde nichts. Der Student erzählt vom Studienalltag in Corona-Zeiten. Mittlerweile wird der Lehrplan online absolviert.

Hat sich der Start Ihres Sommersemesters wegen Corona verzögert?
Eigentlich hätte es am 16. März angefangen. Dann hieß es, die Semesterferien werden im ganzen Land bis 20. April verlängert. Ich hatte mich schon gefreut – aber daraus wurde nichts. Die Vorlesungen gingen ohne Verzögerung trotzdem los – läuft jetzt alles online.

Wie funktioniert das?
Alle Professoren nutzen jetzt einen Onlinehörsaal. Wir bekamen per E-Mail einen Link und wählen uns ein – total einfach. Man sieht dann auf einem Teil des Bildschirms den Professor – und wenn er etwas auf sein Tablet schreibt, sieht man das in einem anderen Feld.

Können Sie auch Fragen stellen?
Klar. Links am Bildschirm sieht man alle Teilnehmer über ihre Webcam – bei uns in Mechatronik sind wir nur rund 30 Leute. Der Professor hat gesagt, wer etwas wissen will, soll einfach reinsprechen – oder die Chatfunktion nutzen.

Und die Laborstunden?
Die praktischen Laborstunden müssen natürlich erst mal ausfallen. Die holen wir nach, wenn es wieder möglich ist. Die zweiwöchigen Pfingstferien sind schon mal gestrichen. Und die Prüfungen werden um zwei Wochen verschoben, hat man uns gesagt.

Klingt reibungslos und unkompliziert. Hätten Sie damit gerechnet?
Es hat mich positiv überrascht, aber eigentlich kann man das von einer technischen Fachhochschule auch erwarten, finde ich. Es wäre ja ein Armutszeugnis, wenn unsere Profs das nicht schaffen würden. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich habe gehört, dass wir eine der wenigen Hochschulen sind, die das so schnell hingekriegt haben.

Gibt es auch Nachteile?
Naja, wir müssen uns schon viel besser selbst organisieren. Wir treffen ja auch die Kommilitonen nicht mehr und können wegen Corona keine Arbeitsgruppen machen. Da haben wir nun viel mehr Selbstverantwortung, haben uns unsere Profs gesagt.

Sie selbst hatten sich in den Ferien beim Handball verletzt. Hätten Sie ohne Corona Unterricht verpasst?
In der ersten Woche auf jeden Fall, denn mit den Krücken wäre ich nur sehr schwer in die 20 Kilometer entfernte Hochschule gelangt. So war der Umstieg auf die Onlinelehre für mich besonders praktisch.

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