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GetränkeindustrieBrauereigruppe AB Inbev schreibt Milliardenverlust

Geschlossene Kneipen machen dem größten Bierbrauer der Welt zu schaffen. Der Absatz einer speziellen Biermarke steigt allerdings durch die Krise. 07.05.2020 - 11:43 Uhr

Die Auswirkungen der Krise könnten den Konzern von April bis Juni noch bedeutend schwerer treffen.

Foto: Imago

Leuven. Der Beck's-Mutterkonzern Anheuser-Busch Inbev hat angesichts der Beschränkungen in der Coronakrise in den ersten drei Monaten des Jahres einen Milliardenverlust eingefahren. Die Auswirkungen würden zudem den Konzern von April bis Juni noch bedeutend schwerer treffen, teilte der weltgrößte Bierbrauer am Donnerstag im belgischen Leuven mit. Geschlossene Kneipen und Restaurants belasten den Absatz über das Gastgewerbe schwer – im April ging der Getränkeabsatz um rund ein Drittel zurück.

AB Inbev mit Biermarken wie Budweiser, Beck's, Stella Artois und Corona Extra fuhr im ersten Quartal unter dem Strich für die Aktionäre einen Verlust von 2,25 Milliarden US-Dollar ein (2,1 Milliarden Euro) nach einem Gewinn von 3,57 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz schrumpfte um 10 Prozent auf 11 Milliarden Dollar.

Der Getränkeabsatz ging auf vergleichbarer Basis um gut neun Prozent zurück. Vor allem das Geschäft in China war betroffen, wo die Beschränkungen der Pandemie das Geschäftsleben bereits im ersten Quartal größtenteils wochenlang lahmgelegt hatten. Mit der Biermarke Corona konnte AB Inbev in deren Hauptmärkten Mexiko und Kolumbien zulegen, auch in Südafrika, Argentinien und Europa verkaufte der Konzern davon mehr.

Der Bierkonzern hatte bereits Mitte April die geplante Dividendenzahlung um die Hälfte auf 50 Cent je Aktie gekürzt und will nun vor allem die Liquidität im Unternehmen sichern. Den neun Milliarden Dollar schweren Kreditrahmen habe das Unternehmen nun voll ausgenutzt, zudem besorgte sich der Konzern über Anleihen im April 10,5 Milliarden Dollar.

Im zweiten Quartal soll auch der Verkauf der Australien-Tochter Carlton & United an den asiatischen Rivalen Asahi abgeschlossen werden, den AB Inbev im Juli vergangenen Jahres für rund 11 Milliarden US-Dollar beschlossen hatte. Das soll die Kasse weiter füllen.

dpa
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