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LandesbankHohe Risikovorsorge drückt die NordLB in die roten Zahlen

Die NordLB stockt ihre Risikovorsorge auf – und erwartet auf Jahressicht einen Verlust. Auch die Prognosen für das Jahr 2021 sind verhalten.Frank Matthias Drost 26.11.2020 - 10:32 Uhr Artikel anhören

Der 3,6 Milliarden Euro schweren Rettung der Landesbank Ende 2019 ging ein monatelanger Streit über die Lastenverteilung voraus.

Foto: dpa

Berlin. Der Pessimismus von Thomas Bürkle hat sich bestätigt. Bereits bei Vorlage der Halbjahreszahlen ging der Vorstandsvorsitzende der NordLB davon aus, dass die Landesbank das Jahr mit einem Verlust abschließen wird. Das Ergebnis war zu diesem Zeitpunkt nahezu ausgeglichen.

Nun zeigt sich: In den ersten neun Monaten stieg der Vorsteuerverlust auf 74 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Plus von 257 Millionen Euro zu Buche. Das ist in erster Linie durch die Folgen der Corona-Pandemie zu erklären, die dazu führt, dass immer mehr Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bedienen können.

Als Reaktion darauf habe man die Risikovorsorge „noch einmal kräftig aufgestockt“, erklärte Bürkle bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstagmorgen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Risikovorsorge von vier auf 275 Millionen Euro. Dennoch seien die Auswirkungen angesichts der Struktur der Kreditportfolios „überschaubar“, so Bürkle. Die Pandemie wird die Bankbilanz auch in den kommenden Monaten, also auch im Jahr 2021, empfindlich treffen. Die konkreten Auswirkungen seien allerdings schwer abzuschätzen.

Auch andere Landesbanken haben die Pandemie zu spüren bekommen. So stieg beispielsweise die Risikovorsorge der BayernLB im Vorjahresvergleich von acht auf 175 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis ging um rund ein Drittel auf 276 Millionen Euro zurück.

Gleichwohl steht die NordLB unter besonderer Beobachtung. Schließlich wurde die Bank im vergangenen Jahr von den Ländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie von der Sparkassen-Finanzgruppe mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Finanzpaket gerettet. 2,8 Milliarden Euro entfielen dabei auf Barkapital, 800 Millionen Euro auf Bilanzgarantien. Hohe Verluste durch marode Schiffskredite konnte die Landesbank nicht mehr aus eigener Kraft tragen.

Niedersachsen erweitert Unterstützung

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Für die Bilanzgarantien des Landes Niedersachsen, die Flugzeug- und Schiffsfinanzierungen abdecken, zahlt die Bank Garantieprovisionen. Allerdings hat das Bundesland angekündigt, diese Provisionen der Bank als Kapital zur Verfügung zu stellen – in Abstimmung mit der Brüsseler Kommission. Die Kommission stuft diese Maßnahme als marktkonform ein.

Zwar steht der absolute Betrag zur Kapitalstärkung noch nicht fest, aber unterm Strich könnte sich der Anteil Niedersachsens durch die Transaktion um weniger als fünf Prozentpunkte erhöhen. Derzeit hält Niedersachsen knapp 53 Prozent der Anteile.

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