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KommentarElektronische Patientenakte als Light-Version

Eine elektronische Patientenakte bringt Patienten viele Vorteile. Aber nur, wenn Akteure diese auch mit Daten füttern können.Britta Rybicki 09.12.2020 - 19:20 Uhr Artikel anhören

Die Forschungsdatenstruktur soll laut Koalitionsvertrag ausgebaut werden, dazu zählt auch die Datenerfassung.

Foto: dpa

Düsseldorf. Das kommende Jahr soll das Ende der Papierakte in Deutschlands Arztpraxen einläuten. Von da an können Versicherte ihre medizinischen Daten zentral in der elektronischen Patientenakte (ePA) speichern. Die Behandlung wird präziser, ein Arztwechsel bedarf keines Papierkrams mehr, denn der Krankenverlauf wird digital gespeichert und ist für jeden Arzt einsehbar, sofern es der Patient will – zumindest in der Theorie.

Vom Bundesgesundheitsministerium ist zu hören, dass die ePA im kommenden Jahr zunächst in 200 Arztpraxen allein in Berlin und Westfalen-Lippe getestet werden soll. 2021 startet also zunächst nur eine „ePA light“, mit der Versicherte nicht viel anfangen können. Krankenkassen müssen ihnen zwar eine digitale Akte bereitstellen. Ärzte, Kliniken und Apotheken können damit aber außerhalb des wohlbehüteten und kleinen Feldtests nichts anfangen. Einen Mehrwert bietet die Akte also erstmal nicht. Das Ende der Papierakte muss noch warten.

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